Fromme Sängerin lehnt „Ave Maria“ bei „The Voice of Germany“ ab
Schweizer Kandidatin Jessica Paulo wollte kein Mariengebet singen – Kritik von Coach Nico Santos am Streit über den Glauben.
Die Schweizer Sängerin Jessica Paulo hat bei der Sat.1-Castingshow „The Voice of Germany“ am 23. Oktober 2026 das Lied „Ave Maria“ abgelehnt, weil sie als evangelische Christin Maria nicht anbeten wolle. Die 20-Jährige wünschte sich stattdessen ein Lied, das sich unmittelbar an Gott richtet. Die Diskussion löste unterschiedliche Reaktionen bei den Coaches und ihrem Gesangspartner Hank aus. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal domradio.de.
Paulo erklärte, das „Ave Maria“ sei ein katholisches Lied und ein Gebet an Maria. „Ich bete nur Jesus Christus an“, sagte sie. Auch einen nichtchristlichen Titel wollte sie nicht singen. Ihr Gesangspartner Hank entgegnete: „Ich will einfach nur Musiker sein und kein Prediger.“ Coach Nico Santos kritisierte den Konflikt: „Der Glaube sollte Menschen eigentlich zusammenbringen. Das ist hier leider nicht passiert.“
Bereits bei ihrem ersten Auftritt in der TV-Show hatte Paulo mit dem christlichen Lobpreislied „Oceans“ alle vier Coaches überzeugt. Nach der Auseinandersetzung entschied Coach Shirin David, die beiden Kandidaten nicht wie geplant gemeinsam gegeneinander antreten zu lassen. Paulo sang anschließend „Gratitude“, ein weiteres christliches Lobpreislied, und kam damit eine Runde weiter. Auch Hank qualifizierte sich mit „Sound of Silence“ für die nächste Runde.
Die Einschätzung der Sängerin zum „Ave Maria“ entspricht allerdings nicht der katholischen Lehre, wie die Autoren von domradio.de anmerkten. Die katholische Kirche unterscheide zwischen der allein Gott gebührenden Anbetung und der Verehrung Marias. Im „Ave Maria“ wird die Gottesmutter um ihre Fürsprache bei Gott gebeten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Kirchenbrandstifter von Leimen gerichtlich in die Psychiatrie eingewiesen wurde.
