Metropolit Mark kommentiert das von UOJ-USA veröffentlichte Phanar-Dokument

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Metropolit Mark von Berlin und Deutschland vor dem von UOJ-Amerika veröffentlichten mutmaßlichen Phanar-Dokument. Collage: UOJ Deutschland; Quelle: spzh.eu. Metropolit Mark von Berlin und Deutschland vor dem von UOJ-Amerika veröffentlichten mutmaßlichen Phanar-Dokument. Collage: UOJ Deutschland; Quelle: spzh.eu.

In seiner Stellungnahme zur UOJ-Recherche kritisiert der Berliner Hierarch politische Einflussnahme auf das Konzil von 2018 und hofft auf ein Umdenken des Phanars.

Am 23. Oktober 2026 veröffentlichte UOJ Deutschland eine exklusive Stellungnahme von Metropolit Mark von Berlin und Deutschland, Hierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), zur Recherche von UOJ-Amerika über das „Vereinigungskonzil“ von 2018. Der Metropolit wirft der Führung des Ökumenischen Patriarchats vor, sich aus politischem Ehrgeiz von weltlichen Kräften vereinnahmen gelassen zu haben.

Im Mittelpunkt der Recherche steht ein interner Bericht des Phanars, den UOJ-Amerika am 28. September 2026 veröffentlichte. Verfasst hat ihn laut der Recherche der heutige Metropolit Gregorios von Ankara, damals Diakon in der Phanar-Delegation in Kiew, für Patriarch Bartholomäus. Das Dokument beschreibt Verhandlungen mit der ukrainischen Staatsführung und den Druck staatlicher Stellen auf kirchliche Vertreter im Vorfeld des Konzils vom 15. Dezember 2018, auf dem die Orthodoxe Kirche der Ukraine (OKU) gebildet wurde.

Mehr zum Thema „Eine unter Zwang getroffene Entscheidung ist ungültig“ – Metropolit Mark von Berlin zur UOJ-Recherche
Die UOJ veröffentlicht eine Stellungnahme von Metropolit Mark von Berlin und Deutschland zur Recherche der amerikanischen Redaktion über den internen Bericht des Phanars zum „Vereinigungskonzil“ von 2018.

Metropolit Mark bezeichnet die bekannt gewordenen Informationen als „äußerst verstörend“ – „wenn sie stimmen“. Er kritisiert sowohl die Einmischung in ein fremdes kanonisches Territorium als auch die Legitimierung schismatischer Hierarchen durch einen Verwaltungsakt. Die Vertreter des Ökumenischen Patriarchats hätten sich von politischen Kräften des Westens dazu nötigen lassen, gegen Gewissen, Kirchenrecht und Verstand zu handeln. Seine Schlussfolgerung: „Ihr eigener politischer Ehrgeiz, ihr Hunger nach ‚Privilegien‘, die ihnen nicht zustehen, hat sie in diese Falle getrieben.“

Der Hierarch beanstandet zudem den Anspruch des Phanars auf „ewige Privilegien“. Nach seiner Einschätzung erlauben die Bestimmungen des Autokephalie-Tomos und die Rolle des Patriarchen als „Garant des Statuts“ eine direkte Kontrolle über die neu geschaffene Kirche. Dadurch werde ihr die versprochene Selbstständigkeit wieder genommen.

Für die Bewertung der damaligen Entscheidungen verweist Metropolit Mark auf die Frage des Zwangs. Politischer Druck auf die Kirche sei kein Einzelfall der Geschichte; keine Orthodoxe Kirche sei davon völlig frei. Er schreibt: „Im Recht gilt, dass Entscheidungen, die unter Zwang getroffen wurden, ungültig sind. Wenn sie sich auch in der Erfahrung als falsch erweisen, sind sie erst recht aufzuheben.“

Am Ende seiner Stellungnahme äußert der Metropolit die Hoffnung, dass Patriarch Bartholomäus von seiner bisherigen Position doch noch abrücken könnte.

Die vollständige Stellungnahme von Metropolit Mark lesen Sie in unserer Rubrik „Verteidigung des Glaubens“.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ihre amerikanische Redaktion den internen Phanar-Bericht zum „Vereinigungskonzil“ veröffentlicht hatte.

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