Dumenko zum deutschen Botschafter: Verbotsgesetz gilt nicht nur für UOK
Der Leiter der OKU, Epifanij Dumenko, traf den deutschen Botschafter Boris Ruge und sprach mit ihm über das Gesetz zu Beschränkungen für religiöse Organisationen.
Am 20. Oktober 2026 empfing der Leiter der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU), Epifanij Dumenko, in seiner Residenz den deutschen Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge. Er erklärte ihm, das Gesetz über Beschränkungen für religiöse Organisationen in der Ukraine betreffe alle mit Russland verbundenen Strukturen. Über die Begegnung berichtete die Pressestelle der OKU.
Während des Treffens versuchte der Leiter der OKU, die gesetzlichen Bestimmungen der Ukraine zu rechtfertigen. Seiner Darstellung zufolge gelten die im Gesetz vorgesehenen Beschränkungen für jede religiöse Organisation, die mit dem Aggressorstaat verbunden ist, und nicht nur für eine Konfession. Dass bislang nur religiöse Organisationen der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) als mit Russland verbunden eingestuft wurden, ließ Dumenko unerwähnt.
Die Gesprächspartner erörterten außerdem die Aufnahme der OKU in den Ökumenischen Rat der Kirchen, die Arbeit des Allukrainischen Rates der Kirchen und humanitäre Projekte der deutschen Organisation „Johanniter“. Dumenko dankte Deutschland zudem für seine Hilfe und berichtete dem Diplomaten von seinem jüngsten Besuch in Berlin.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der deutsche Professor Thomas Bremer den Allukrainischen Kirchenrat ohne Beteiligung der UOK als nicht repräsentativ bezeichnet hatte.
