Britische Aktivistin plädierte nach Gebet gegen Abtreibung auf „nicht schuldig“
Isabel Vaughan-Spruce muss sich wegen stillen Gebets in der Nähe einer Abtreibungsklinik vor Gericht verantworten. Sie sieht ihre Religions- und Gedankenfreiheit verletzt.
Die britische Lebensschützerin Isabel Vaughan-Spruce hat sich vor einem Gericht in Birmingham in mehreren Anklagepunkten für nicht schuldig erklärt. Ihr wird vorgeworfen, durch stilles Gebet innerhalb einer Schutzzone vor einer Abtreibungsklinik gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Der Strafprozess soll vom 25. bis 29. Januar 2027 stattfinden. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 17. Oktober.
In Großbritannien gilt seit Oktober 2024 eine Regelung, die bestimmte Handlungen zur Beeinflussung von Personen im Umkreis von 150 Metern um Abtreibungseinrichtungen verbietet. Vaughan-Spruce war bereits 2023 nach früheren Festnahmen freigesprochen worden und hatte eine Entschädigung von der Polizei erhalten. Im Dezember 2025 wurde sie erneut strafrechtlich belangt. Während der aktuellen Anhörung ließ der Richter fünf neue Anklagepunkte zu. Zugleich betonte er, dass bloßes Stehen an einem bestimmten Ort keine Straftat darstelle. Entscheidend sei, ob die Angeklagte beabsichtigt habe, andere Menschen zu beeinflussen oder zu belästigen.
Die von der christlichen Rechtsorganisation Alliance Defending Freedom (ADF) unterstützte Verteidigung sieht in der Strafverfolgung einen Eingriff in die Gedanken- und Religionsfreiheit. Vaughan-Spruce erklärte, dass stilles Gebet und persönliche Überzeugungen im öffentlichen Raum nicht kriminalisiert werden dürften. Sie äußerte die Hoffnung, dass die Grundfreiheiten gewahrt bleiben und niemand aufgrund seiner religiösen Überzeugungen strafrechtlich verfolgt werde.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass orthodoxe Gläubige aus Ingolstadt in Salzburg ein Patronatsfest gefeiert hatten.
