Katholische Cityseelsorge St. Gallen veranstaltete Drag-Abend
„Deep Drag – Erinnerung und Hoffnung“ stieß schon im Vorfeld auf deutliche Kritik.
Die Cityseelsorge von Katholisch St. Gallen in der Schweiz hat gemeinsam mit den Drag-Künstlerinnen Lupa Nova und Amélie Putain die Veranstaltung „Deep Drag – Erinnerung und Hoffnung“ organisiert. Der Abend fand am 18. September 2026 in der Grabenhalle St. Gallen statt. Die Verbindung von Drag-Kunst und katholischer Seelsorge stieß schon im Vorfeld auf Kritik, wie das Nachrichtenportal kath.net berichtete.
Die Veranstaltung sollte nach Angaben der Organisatoren „Raum für Begegnungen“ schaffen und Tiefgründigkeit mit Unterhaltung verbinden. Vor der Show konnten Besucher die beiden Künstlerinnen kennenlernen und Fragen einreichen. Die Veranstaltung war in zwei Teile gegliedert, in denen jeweils eine der beiden Drag-Künstlerinnen auftrat.
Im Anschluss an die Auftritte führte die Seelsorgerin für Kultur und Bildung der katholischen Cityseelsorge Gespräche mit den Künstlerinnen. Dabei wurden auch Fragen aus dem Publikum aufgegriffen. Zum Abschluss war ein persönlicher Austausch bei einem Apéro vorgesehen.
Die Seelsorgerin begründete die Veranstaltung im Vorfeld mit dem Anliegen, ein Zeichen für Vielfalt in Gesellschaft und katholischer Kirche zu setzen. Sie verwies zudem auf eine theologische Verbindung zwischen Drag und katholischem Glauben: In beiden Fällen spiele „Wandlung“ eine Rolle. Die Veranstaltung war als Auftakt des Formats „Deep Drag“ konzipiert.
Kritik richtete sich insbesondere gegen die Beteiligung der katholischen Cityseelsorge an einer Drag-Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde unter anderem in katholischen und kirchlichen Medien kontrovers diskutiert.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Selenskij die Ermordung eines Priesters der RKK in Polen verurteilt hatte.
