ROKA-Synod reagiert auf geplante Ehrung Selenskyjs in den USA
Die Bischöfe der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKА). Foto: Website der ROKA
Am 18. September 2026 veröffentlichte die Russische Orthodoxe Kirche im Ausland (ROKA) eine Mitteilung über die Sitzung ihres Bischofssynods vom 15. September. Darin äußerten die Hierarchen Besorgnis über die geplante Ehrung eines Staatsvertreters in den USA, dem sie vorwerfen, die Kirche und ihre Gläubigen zu verfolgen.
Die Erklärung nennt den Politiker nicht namentlich. Ihr Gegenstand ist offenbar die für den 26. September angekündigte Verleihung des „Beacon of Hope Award“ an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die griechisch-orthodoxe St.-Nikolaus-Gemeinde in New York hatte die Auszeichnung im Rahmen eines festlichen Wohltätigkeitsabends angekündigt.
Die Sitzung des Bischofssynods fand unter dem Vorsitz des ROKA-Ersthierarchen, Metropolit Nikolaj von Ostamerika und New York, statt. Bei der Beratung über die zwischenorthodoxen Beziehungen berichtete Bischof Irenei von London und Westeuropa über aktuelle Entwicklungen in der orthodoxen Welt.
In diesem Zusammenhang verwiesen die Bischöfe auf die Unruhe unter orthodoxen Christen in den USA, die durch die bevorstehende Auszeichnung ausgelöst worden sei. Sie baten die Gläubigen, ihre Gebete für die Stärkung des orthodoxen Glaubens zu intensivieren.
In ihrer Erklärung erinnerten die Hierarchen zudem an die Worte des Psalms 36 über die Vergänglichkeit der Macht der Frevler. Die Kirche Christi hingegen werde für immer bestehen, betonten die Mitglieder des Bischofssynods.
Zuvor berichtete orthodoxnews.de, dass die griechisch-orthodoxe St.-Nikolaus-Gemeinde in New York die Verleihung des „Beacon of Hope Award“ an Selenskyj angekündigt hatte.
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