Erzpriester Dionisij Idavajn: „Der Tod ist kein Schlusspunkt“

Erzpriester Dionisij Idavajn beantwortet Fragen zum Thema Leben nach dem Tod. Foto: Screenshot YouTube

Erzpriester Dionisij Idavajn beantwortet Fragen zum Thema Leben nach dem Tod. Foto: Screenshot YouTube

Die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg hat am 7. September 2026 eine neue Ausgabe ihres Videoformats „Frag den Priester“ auf YouTube veröffentlicht. Gemeinsam mit Moderatorin Alexandra Vidanov beantwortet Erzpriester Dionisij Idavajn Fragen zu Tod, Leben nach dem Tod, Seele, Gericht, Trauer und der orthodoxen Vorstellung vom Jenseits.

Unter dem Titel „Gibt es ein Leben nach dem Tod? Ein Gespräch mit einem orthodoxen Priester“ betont Erzpriester Dionisij Idavajn, dass der Tod aus orthodoxer Sicht kein endgültiger Schlusspunkt sei. Während die körperliche Existenz ende, lebe die Seele weiter. Zugleich räumt der Geistliche ein, dass vieles über das Leben nach dem Tod dem menschlichen Wissen verschlossen bleibe.

Nach kirchlicher Überlieferung werde der Mensch nach dem Tod mit seinem Leben und seinen Taten konfrontiert. Der Geistliche warnt jedoch vor einer allzu wörtlichen Vorstellung eines göttlichen „Prüfers“. Vielmehr könne der Mensch selbst im Licht Gottes erkennen, was er in seinem Leben getan habe. Glaube und Taten seien dabei nicht voneinander zu trennen.

Auch die orthodoxe Tradition der ersten 40 Tage nach dem Tod kommt zur Sprache. Der Erzpriester bezeichnet entsprechende Vorstellungen ausdrücklich nicht als Dogma, sondern als Überlieferung. Das Gebet für die Verstorbenen spiele eine besondere Rolle. Trauer über den Verlust eines Menschen sei kein Zeichen mangelnden Glaubens: Christen dürften weinen und Schmerz empfinden, könnten aber zugleich darauf vertrauen, dass der Tod nicht das Ende sei und Christus den Tod durch seine Auferstehung besiegt habe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei in London predigte: „Wir können nicht so bleiben, wie wir vorher waren.“

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