Patriarch Porfirije feiert Fest der Ikone der leidenden Gottesmutter in Belgrad

Patriarch Porfirije zelebriert die Göttliche Liturgie zum Fest der Ikone der leidenden Gottesgebärerin (Bild). Foto: Patriarchat

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am 30. August 2026 in der Kirche des Heiligen Simeon des Myrrhenträgers in Neu-Belgrad die Göttliche Liturgie zum Fest der Ikone der leidenden Gottesgebärerin gefeiert. In seiner Predigt stellte er Demut, Glauben und die Annahme des Willens Gottes in den Mittelpunkt. Das Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.

Mehr als tausend Gläubige versammelten sich vor der Ikone der Allerheiligsten Gottesgebärerin der Passion, die sich in der Kirche befindet. Patriarch Porfirije bezeichnete die Gottesmutter als Verkörperung vollkommener Demut und Barmherzigkeit. Sie habe den Menschen gezeigt, dass die Annahme des Willens Gottes auch in schwierigen Situationen Ausdruck eines tiefen Glaubens und Vertrauens auf Christus sei.

Ausgehend vom Evangelium von den untreuen Arbeitern im Weinberg sprach der Patriarch in seiner Predigt über den Umgang mit den Gaben, die der Mensch von Gott empfangen habe. Familie, Hilfsbereitschaft, Wohlstand und persönliche Fähigkeiten seien nicht Anlass für Stolz, sondern Geschenke, die in Liebe für andere eingesetzt und vermehrt werden sollten. „Alles ist Ausdruck von Gottes Liebe und alles ist sein Geschenk“, sagte Patriarch Porfirije.

Als größtes Geschenk bezeichnete der Patriarch Christus. Er sei Maßstab, Trost und Fülle des Lebens. Wer Christus annehme, richte sein Leben an ihm aus; wer ihn ablehne und sich selbst zum Maßstab mache, entferne sich dagegen von seiner Liebe. Der Geistliche verband diese Gedanken mit dem Aufruf zu Buße, Glauben und einer beständigen Hinwendung zu Gott.

Nach der Liturgie rief der Patriarch zu Freude, Gebet und Versöhnung auf. Er bat um den Segen Gottes für Belgrad und das serbisch-orthodoxe Volk sowie besonders für die Menschen im Kosovo und in Metochien. Ohne Gebet könne der Mensch weder Gott noch seinen Nächsten wirklich erkennen, betonte Patriarch Porfirije, und verwies auf die Aufforderung des Evangeliums: „Betet ohne Unterlass“.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Publizist Alexander Kissler den katholischen und evangelischen Kirchen eine „Unterwerfung“ unter den Islam vorwarf.

Lesen Sie auch

Erzbischof Tichon: Entschlafung der Gottesmutter weist Weg zum ewigen Leben

Der Administrator der Berliner Diözese predigte über die Überwindung der Todesfurcht, ein Leben nach dem Evangelium und die Nachahmung der Tugenden der Gottesmutter.

Patriarch Daniel würdigt Johannes den Täufer als Lehrer der Familientreue

Zum Gedenktag der Enthauptung des Vorläufers Christi betont das rumänische Kirchenoberhaupt dessen Vorbild für Buße, Selbstbeherrschung und soziale Gerechtigkeit.

Patriarch Porfirije feiert Fest der Ikone der leidenden Gottesmutter in Belgrad

Mehr als tausend Gläubige nehmen an der Göttlichen Liturgie zur Feier der Ikone der Allerheiligsten Gottesgebärerin der Passion teil.

„Der getötete Mönch der Swjatohirsker Lawra ist ein wahrer Märtyrer“: Bischof Hiob von Stuttgart

Die UOJ Deutschland veröffentlicht eine Stellungnahme von Bischof Hiob von Stuttgart (ROKA) zum Angriff auf Mönche in der Ukraine.

Publizist Alexander Kissler wirft Kirchen „Unterwerfung“ unter den Islam vor

Kommentator kritisiert katholische und evangelische Kirchen für einen aus seiner Sicht zunehmenden Verzicht auf christlichen Wahrheitsanspruch und Missionsauftrag.

Metropolit Mark und Bischof Hiob feierten Entschlafung der Gottesmutter

ROKA-Kloster auf Schloss Seyfriedsberg soll eine Kirche zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter erhalten.