Patriarch Daniil würdigte den heiligen Johannes von Rila als Quelle der Einheit
Patriarch Daniil zelebriert die Göttliche Liturgie zum 1080. Jahrestag des Entschlafens des heiligen Johannes von Rila. Foto: Patriarchat
Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil zelebrierte am 18. August 2026 im Rila-Kloster die Göttliche Liturgie zum 1080. Jahrestag des Entschlafens des heiligen Johannes von Rila. In seiner Predigt würdigte er den bulgarischen Nationalheiligen als geistliches Vorbild, Quelle der Hoffnung und Zentrum der Einheit des bulgarischen Volkes, wie das Patriarchat berichtete.
Patriarch Daniil betonte, der heilige Johannes von Rila habe den Bulgaren über Jahrhunderte hinweg geholfen, Prüfungen mit Glauben und Hoffnung auf Gott zu bestehen. Das Rila-Kloster sei trotz byzantinischer und osmanischer Herrschaft sowie während der Zeit des militanten Atheismus ein geistliches Zentrum geblieben. „Der heilige Johannes von Rila ist ein Einiger, ein Zentrum der Einheit für unser gesamtes Volk“, sagte der Patriarch.
Als besonders wichtig bezeichnete der Hierarch in seiner Predigt das Testament des Heiligen. Darin rufe Johannes von Rila dazu auf, den orthodoxen Glauben unbefleckt zu bewahren, an der Überlieferung der heiligen Väter festzuhalten und den „Königsweg“ nicht zu verlassen. Der Patriarch erinnerte außerdem daran, dass der Heilige seine geistliche Kraft durch Reue, Gebet, Treue zu Christus und Geduld empfangen habe, und rief die Gläubigen auf, seinem Beispiel zu folgen.
Eine besondere Bedeutung erhielt die Feier durch die Anwesenheit der wundertätigen hawaiianischen Iverskaya-Ikone der Gottesmutter. Sie wurde am Vorabend der Feier im Rila-Kloster empfangen und während der Vigil zur Verehrung aufgestellt. Die Ikone war zuvor durch mehrere bulgarische Diözesen gereist. Patriarch Daniil dankte der Heiligen Synode der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), Bischof Irinei von London und Westeuropa sowie Priester Nektarios Youngson dafür, dass die Ikone Bulgarien besuchen konnte.
Als Zeichen seiner Dankbarkeit überreichte Patriarch Daniil Priester Nektarios Youngson eine Kopie der wundertätigen Ikone „Eleusa“ aus dem Bachkowo-Kloster. Das Rila-Kloster erhielt seinerseits eine Kopie der hawaiianischen Myrrhen-Ikone. Die Feier wurde dadurch zu einem panorthodoxen Ereignis mit Geistlichen und Gläubigen aus Bulgarien, Rumänien und Amerika.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin in Berlin über die Verklärung als Weg im Alltag predigte.
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