Schüler soll nach Fernbleiben von LGBTQ-Workshop Bußgeld zahlen

Ein 14-jähriger Gymnasiast aus dem Landkreis Dachau soll nach dem Fernbleiben von einem LGBTQ-Workshop an seiner Schule ein Bußgeld zahlen. Foto: Freepik.com
Ein 14-jähriger Gymnasiast aus dem Landkreis Dachau soll ein Bußgeld von 78,50 Euro zahlen, weil er einem LGBTQ-Workshop an seiner Schule fernblieb. Der Bescheid wurde direkt an den Schüler adressiert, da er strafmündig ist. Nach Angaben des Landratsamts kann gegen den Bescheid innerhalb von zwei Wochen Einspruch eingelegt werden. Darüber berichtete Apollo News am 10. August 2026.
Die Eltern hatten ihren Sohn am Veranstaltungstag zu Hause gelassen, nachdem die Schule den Workshop des Vereins „diversity München“ als Pflichtveranstaltung bezeichnet hatte. Sie hatten zuvor vergeblich um Einsicht in die Unterrichtsmaterialien und um weitere Informationen gebeten sowie eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.
In der Begründung des Bußgeldbescheids verweist das Landratsamt jedoch nicht auf die Nichtteilnahme am Workshop selbst, sondern darauf, dass der Schüler den gesamten Schultag versäumt habe. Nach Angaben des Vaters sei den Eltern zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung jedoch nicht bekannt gewesen, in welcher Unterrichtsstunde der Workshop stattfinden würde, da dies aus den Informationen der Schule nicht hervorgegangen sei.
Der von der Stadt München geförderte Verein „diversity München“ bietet mit seinem Projekt „Diversity@school“ Workshops zu Themen wie Geschlechterrollen, Geschlechtsidentität und Akzeptanz queerer Menschen an.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Serbische Kirche eine Reaktion auf die Misshandlung eines Gemeindemitglieds im Kosovo gefordert hatte.
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