Patriarch Theodor II. gründete neues Frauenkloster in Alexandria
Patriarch Theodor II. von Alexandria und ganz Afrika erklärt die Patriarchalkirche St. Nikolaus in Alexandria zum neuen Frauenkloster und weiht die beiden neuen Nonnen Ksenia und Matrona. Foto: Orthodox News Agency
Patriarch Theodor II. von Alexandria und ganz Afrika hat in Alexandria zwei junge Ägypterinnen zu Nonnen geweiht und die Patriarchalkirche St. Nikolaus in Ibrahimiya zu einem neuen Frauenkloster des Alexandrinischen Patriarchats erhoben. Das Kloster soll neben dem geistlichen Leben künftig auch medizinische Hilfe für Bedürftige anbieten. Darüber berichtete das Nachrichtenportal Orthodox News Agency am 6. August 2026.
Die Feierlichkeiten fanden am Vorabend des Festes der Verklärung des Herrn (5. August) während der Großen Patriarchalischen Vesper in der Patriarchalkirche St. Nikolaus in Ibrahimiya statt. Gemeinsam mit Metropolit Germanos von Tamiathis und Bischof Damaskinos von Mareotis, Patriarchalvikar von Alexandria, leitete Patriarch Theodor II. den Gottesdienst, an dem zahlreiche Gläubige teilnahmen.
Nach der Litiya und der Segnung der Trauben legten zwei junge Ägypterinnen ihre Klostergelübde ab. Sie erhielten die Namen Ksenia und Matrona. Der Name Ksenia erinnert an die verstorbene Äbtissin Ksenia von Ägina, eine geistliche Tochter des heiligen Nektarios, während Matrona nach der heiligen Matrona von Moskau benannt wurde, die in der orthodoxen Kirche für ihr Gebetsleben und ihre geistliche Einsicht verehrt wird.
Während des Gottesdienstes erklärte Patriarch Theodor II. die Patriarchalkirche St. Nikolaus offiziell zu einem neuen Frauenkloster und begründete damit eine neue monastische Schwesternschaft unter dem Alexandrinischen Patriarchat. Den beiden neuen Nonnen rief er Gehorsam, Demut, unaufhörliches Gebet und selbstlose Liebe als Grundlagen ihres klösterlichen Lebens in Erinnerung.
Zugleich stellte der Patriarch die soziale Aufgabe des neuen Klosters heraus. Da eine der beiden Nonnen Zahnärztin ist, sprach er den Wunsch aus, auf dem Klostergelände ein Gesundheitszentrum einzurichten. Das Kloster solle zu einer „Klinik für Seele und Leib“ werden, in der geistliche Begleitung und praktische Nächstenliebe miteinander verbunden seien.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Stefanos Athanasiou und Priester Dejan Ristić an der Uni München einen Sammelband mit dem Titel „Europa zwischen Säkularität und christlichem Erbe“ herausgaben.
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