Erzbischof Tichon: Die Märtyrer Boris und Gleb zeigen den Weg des Friedens
Erzbischof Tichon von Rusa feierte in Berlin-Karlshorst die Liturgie zum Gedenktag der heiligen Märtyrer Boris und Gleb und stellte ihre Friedensbotschaft in den Mittelpunkt seiner Predigt. Foto: Diözese
Am Gedenktag der heiligen Märtyrer Boris und Gleb, dem 6. August 2026, hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Kirche des heiligen Sergius von Radonesch in Berlin-Karlshorst gefeiert. In seiner Predigt hob er die Friedensbotschaft der beiden Fürsten als bleibendes Vorbild für Christen hervor, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
Erzbischof Tichon erinnerte daran, dass Boris und Gleb als erste Heilige nach der Taufe der Rus verehrt werden. Anstatt im Machtkampf gegen ihren Bruder zu den Waffen zu greifen, hätten sie den Tod in Kauf genommen und damit den Weg der christlichen Liebe, Demut und Gewaltlosigkeit gewählt.
Die beiden Fürsten hätten gezeigt, dass das Böse nicht mit Bösem überwunden werden könne. Ihre freiwillige Hingabe für den Frieden sei ein Sieg des Evangeliums über Hass und Feindschaft gewesen. Mit Verweis auf Römer 12,19 betonte der Erzbischof, dass Christen auf Vergeltung verzichten und das Gericht Gott überlassen sollten.
Die Botschaft der heiligen Boris und Gleb sei auch heute aktuell. In den Konflikten des Alltags seien Christen dazu aufgerufen, Liebe, Treue zu Gott und den inneren Frieden über Rechthaberei und Gewalt zu stellen. Abschließend rief Erzbischof Tichon die Gläubigen dazu auf, um Frieden und Einheit in den Herzen sowie in der Gemeinschaft zu beten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das serbisch-orthodoxe Kloster Hilandar auf dem Athos das Fest der dreihändigen Gottesmutter feierte.
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