Bund Katholischer Unternehmer kritisierte geplante Wohngeldkürzung

Der Bund Katholischer Unternehmer kritisiert die geplanten Kürzungen beim Wohngeld und warnt vor Belastungen für einkommensschwache Familien. Symbolfoto: Ikiwaner/Wikipedia

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) lehnt die von der deutschen Bundesregierung geplante Reform des Wohngeldes ab. Der Verband kritisiert insbesondere die vorgesehenen Leistungskürzungen und die stärkere Anrechnung von Einkommen. Dadurch könnten viele bisherige Empfänger ihren Wohngeldanspruch verlieren. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 4. August 2026.

Nach Angaben des BKU beliefen sich die Ausgaben für das Wohngeld im Jahr 2025 auf rund fünf Milliarden Euro. Die Bundesregierung plane Einsparungen von etwa 1,5 Milliarden Euro. Der Verband befürchtet, dass vor allem einkommensschwache Familien betroffen wären, da mit dem Wohngeld häufig auch Ansprüche auf Kinderzuschlag und weitere Bildungs- und Teilhabeleistungen verbunden seien.

Zugleich warnt der BKU vor negativen Folgen für den Arbeitsmarkt. Insbesondere Mütter könnten auf zusätzliches Einkommen verzichten, wenn sie dadurch finanzielle Nachteile hätten. Dies könne den Arbeitskräftemangel im Niedriglohnsektor verschärfen und mehr Familien in die Grundsicherung drängen.

Der der katholischen Kirche nahestehende Verband bezeichnet das Wohngeld als ein wichtiges Instrument im Sinne der katholischen Soziallehre, das Erwerbstätigkeit stärke und den angespannten Wohnungsmarkt berücksichtige. Eine deutliche Kürzung der Leistung sei deshalb sowohl „beschäftigungsfeindlich“ als auch „familienfeindlich“.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Theophilos III. eine Pilgergruppe aus der deutschen ROKA-Diözese unter Leitung von Metropolit Mark empfing.

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