Drei katholische Kirchen in der Erzdiözese Tours geschändet

Die Schändung einer der betroffenen Kirchen in der französischen Erzdiözese Tours. Fotos: Stadt Chambray-lès-Tours

In der französischen Erzdiözese Tours sind innerhalb weniger Tage drei katholische Kirchen geschändet worden. Nach Angaben der Erzdiözese wurden Opferstöcke geplündert, Türen und ein Tabernakel aufgebrochen sowie liturgische Geräte beschädigt. In den betroffenen Kirchen sollen Sühne-Messen gefeiert werden. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 4. August 2026.

Die Erzdiözese Tours teilte mit, dass die Kirchen in Chambray-lès-Tours, Luynes und die Kirche der heiligen Jeanne d’Arc in Tours Ziel böswilliger Täter geworden seien. Dabei seien Opferstöcke zerstört und geleert, Kelche beschädigt sowie das Allerheiligste Sakrament durch den Aufbruch eines Tabernakels entweiht worden.

Die Diözese sprach von schmerzhaften Vorfällen, die eine zunehmende Gewaltbereitschaft, Kulturlosigkeit und einen mangelnden Bürgersinn in der Gesellschaft widerspiegelten. Als Reaktion wurden Sühne-Messen in den betroffenen Gotteshäusern angekündigt.

Der Bürgermeister von Chambray-lès-Tours, Michel Lamy, verurteilte die Tat als „schlichtweg inakzeptabel“ und betonte, nichts könne einen Angriff auf eine Kultstätte rechtfertigen. Er sagte der Pfarrgemeinde und ihrem Priester seine Unterstützung zu und hob hervor, dass der Respekt vor Gotteshäusern unabhängig von der jeweiligen Weltanschauung ein grundlegender Wert sei. Bereits im November 2024 waren vier Kirchen der Erzdiözese Tours Ziel ähnlicher Schändungen geworden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Theophilos III. eine Pilgergruppe aus der deutschen ROKA-Diözese unter Leitung von Metropolit Mark empfing.

Lesen Sie auch

Priester Daniel Schärer: Die Herrlichkeit Gottes im Nächsten erkennen

Der Geistliche erinnerte in Zürich daran, trotz menschlicher Schwächen und Fehler die Würde des Mitmenschen zu sehen und ihn in christlicher Liebe anzunehmen.

Ex-EU-Kommissar fordert Estland auf, Eingriffe in Kirchenfragen zu stoppen

Der ehemalige EU-Kommissar erklärte, dass der Druck auf die Kirche die religiöse Entscheidung der Bürger in eine Frage staatlicher Loyalität verwandle.

Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem „Marsch für Jesus“ in Wien

Christen verschiedener Konfessionen setzten in der Innenstadt Zeichen für Glauben, Einheit und Frieden.

Ingolstädter Gemeinde beging das Fest der Geburt der Gottesmutter

Die ROKA-Gemeinde in Ingolstadt erinnerte an die Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin und veröffentlichte ein Troparion.

Metropolit Johannes feierte Patronatsfest der Alexander-Newski-Kathedrale

Die Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa beging in Paris den Gedenktag des Großfürsten Alexander Newski.

Diakon Igor Willimowski: Gott erwartet den Einsatz unserer Talente

In einer Predigt zum Gleichnis von den anvertrauten Talenten erinnerte der Geistliche an die Verantwortung, die mit den von Gott empfangenen Gaben verbunden ist.