Jerusalem: Ultraorthodoxe Juden greifen armenisches Kloster an (VIDEO)
Das armenische St.-Jakobus-Kloster in der Jerusalemer Altstadt. Foto: The New Arab.
In Jerusalem haben sechs ultraorthodoxe Juden das armenische St.-Jakobus-Kloster in der Altstadt angegriffen. Fünf der Verdächtigen sind minderjährig, einer ist erwachsen. Alle sechs wurden von der Polizei festgenommen. Darüber berichtet The Times of Israel.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 2. August 2026, gegen ein Uhr nachts im armenischen Viertel der Jerusalemer Altstadt.
Nach Angaben der Polizei schlugen die Angreifer gegen den Eingang des Klosters und bespuckten ihn. Außerdem warfen sie Steine gegen die Mauer des Klosterkomplexes.
Das St.-Jakobus-Kloster ist der Sitz des Armenischen Patriarchats von Jerusalem und zugleich die Residenz des Oberhauptes der Armenischen Apostolischen Kirche in der Region.
Als eine armenische Bewohnerin den Angriff filmte, beschimpften die Täter sie. Videoaufnahmen zeigen zudem, wie einer der Angreifer Steine in Richtung der Frau warf.
Nach Eingang der Meldung wurden Beamte des Jerusalemer Polizeireviers David zum Tatort geschickt. Mithilfe des Beobachtungszentrums Mabat 2000 konnten alle sechs Verdächtigen ausfindig gemacht und festgenommen werden.
Drei der Beteiligten erhielten ein 15-tägiges Verbot, die Jerusalemer Altstadt zu betreten. Die übrigen drei wurden dem Jerusalemer Friedensgericht vorgeführt. Die Polizei beantragte eine Verlängerung ihrer Untersuchungshaft.
Die israelische Polizei erklärte, sie betrachte jede Form von Gewalt und Rassismus mit äußerster Ernsthaftigkeit. Die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen und die öffentliche Sicherheit gewährleistet werden.
In der Jerusalemer Altstadt kommt es wiederholt zu Spuckattacken gegen christliche Geistliche und zu Vandalismus an kirchlichem Eigentum. Im April ernannte das israelische Außenministerium den Diplomaten George Deek zum Sonderbeauftragten für die Beziehungen zur christlichen Welt.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Österreich 133 Fälle von Hasskriminalität gegen Christen registriert hatte.
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