Weltkirchenrat verurteilte Enteignung eines evangelischen Gotteshauses in Teheran
Protestantische St.-Peter-Kirche in Teheran. Foto: iranwire
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) verurteilte die Konfiszierung des Gebäudekomplexes der evangelischen Petrikirche in Teheran. Der Generalsekretär der Organisation, Jerry Pillay, nannte die Handlungen der Behörden Irans eine schwere Verletzung der Religionsfreiheit und forderte, das Eigentum den Gläubigen zurückzugeben. Darüber hat die ukrainische Redaktion der UOJ berichtet.
Nach den Worten Pillays gefährdet die Ausweisung der Bewohner und die Einstellung der Gottesdienste im historischen Gotteshaus das vieljährige christliche Erbe des Landes. „Die Konfiszierung des Kircheneigentums und die Vertreibung der Gemeinde stellen eine schwere Verletzung der Religions- oder Überzeugungsfreiheit dar und bedrohen die seit langem bestehende christliche Präsenz im Iran“, erklärte das Oberhaupt des ÖRK.
Die Organisation drückte ihre Solidarität mit dem Rat der Evangelischen Kirchen Irans aus und rief die Führung der Islamischen Republik Iran dazu auf, den Beschluss über die Konfiszierung unverzüglich aufzuheben.
Jerry Pillay rief die iranischen Behörden dazu auf, den Schutz aller christlichen Gemeinschaften und der Stätten der Anbetung in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht auf dem Gebiet der Menschenrechte zu gewährleisten. „Der ÖRK ruft die Behörden Irans dazu auf, die menschliche Würde, die Religionsfreiheit und die Rechte der religiösen Minderheiten zu achten“, erklärte der Generalsekretär des ÖRK.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der Vandalismus in Kirchen in Rheinland-Pfalz zugenommen hat.
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