Metropolit Onufrij verurteilte Legalisierung von Sünde

Seine Seligkeit Metropolit Onufrij. Foto: UOC

Seine Seligkeit Metropolit Onufrij leitete die Göttliche Liturgie am 8. Sonntag nach Pfingsten, dem Gedenktag der heiligen Väter der sechs Ökumenischen Konzilien, in der Kirche des ehrwürdigen Agapit vom Höhlenkloster des Kiewer Höhlenklosters und wandte sich mit einem Predigtwort an die Gläubigen. Darüber berichtet das Informations- und Aufklärungsreferat der UOK.

Der Erzhirte griff das Thema der globalen Herausforderungen auf, die die Menschheit heute beunruhigen. Er merkte an, dass die Wissenschaftler von einem katastrophalen Anwachsen der Erdbevölkerung bei gleichzeitiger Verminderung der Nahrungs- und Süßwasservorräte sprechen. Jedoch, so der Vorsteher, versucht die moderne Welt, diese Probleme durch Maßnahmen zu lösen, die Sünde sind.

„Es werden solche Sünden legalisiert, die Gott zu tun verbietet: Abtreibungen – damit es weniger Menschen gibt, Sterbehilfe – das heißt Selbstmord, es werden gleichgeschlechtliche Ehen legalisiert, aus denen keine Kinder geboren werden können“, konstatierte Metropolit Onufrij. Er unterstrich, dass jedwede Versuche, die Zahl der Menschen durch Sünde zu „regulieren“, einschließlich Kriege und Aufstände, ungesetzlich und verderblich für die Menschheit seien.

Seine Seligkeit erklärte, dass die Sünde ihrer Natur nach die Menschen tötet – entweder indem sie die Seele augenblicklich schlägt, oder indem sie das Leben durch Krankheiten und Leiden allmählich vernichtet. „Indem wir Gesetze annehmen, die Gott nicht gutheißt, töten wir uns selbst, wir richten uns selbst hin“, warnte der Vorsteher. Er rief in Erinnerung, dass die wahre Lösung der Probleme nicht in der Ebene sündhafter Einschränkungen liegt, sondern in der Rückkehr zu Gott.

„Wenn die Sünde mit Hilfe der Sünde gelöst wird, so ist das nicht die Vernichtung der Sünde, sondern die Vervielfachung, die Vermehrung der Sünde“, resümierte der Vorsteher. Er rief die Herde dazu auf, den irdischen Komfort hinter sich zu lassen und Christus selbst auf dem „schmalen Weg“ zu folgen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Archäologen eine 1.600 Jahre alte frühchristliche Kirche in Italien freigelegt hatten.

Lesen Sie auch

Rumänisch-orthodoxe Gemeinde Osnabrück präsentierte Kultur und Kirchenwunsch

Pfarrei „Heiliger Theodosius von Brazi und Heilige Parascheva von Iași“ beteiligt sich zum siebten Mal am Fest der Kulturen.

Bischof Jovan von Pakrac und Slawonien kommt am Samstag nach München

Die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde lädt zu einem Vortrag über das einstige Musikprojekt „Lieder über Ost und West“ ein.

Archimandrit Gabriel: Bartholomäus wird vor der Geschichte nicht bestehen

Der Mönch spricht im UOJ-Interview über den Druck auf den Ökumenischen Patriarchen und das „Gericht der Geschichte“.

ROKA-Gemeinde in Münster bereitet ihren Kirchenbau vor

Nach dem bereits errichteten Anbau soll nun die Kirche zur Kasansker Ikone der Gottesmutter entstehen – Gemeinde benötigt rund 30.000 Euro für die Statik.

„Flexibilität und Freundschaft“: Papst billigt Dialogpapier

Das neue Dokument des Heiligen Stuhls schlägt vor, im interreligiösen Dialog die Logik der Feindschaft durch eine Annäherung an Andersgläubige zu ersetzen.

Patriarch Bartholomäus erhielt Ehrendoktorwürde für Umweltschutz

Die Universität Chichester verlieh dem Patriarchen von Konstantinopel die Ehrendoktorwürde der Theologie für seinen Beitrag zum Umweltschutz und zum interchristlichen Dialog.