Frankreich verbot soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren

Eine Sitzung der französischen Nationalversammlung. Foto: REUTERS/Manuel Ausloos

Am 21. Juli 2026 billigte das französische Parlament ein Verbot der Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren. Das Gesetz wurde von beiden Kammern – der Nationalversammlung und dem Senat – unterstützt, meldet die ukrainische Redaktion der UOJ.

Den neuen Regeln zufolge wird Kindern, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ab dem 1. September die Erstellung von Accounts in sozialen Netzwerken untersagt. Den Plattformen werden weitere vier Monate eingeräumt, um bereits bestehende Konten minderjähriger Nutzer zu ermitteln und zu sperren.

Die sozialen Netzwerke werden zudem verpflichtet, ein von der französischen Datenschutzbehörde zugelassenes System zur Altersverifikation einzuführen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rechnet damit, dass das Gesetz bis zum Beginn des neuen Schuljahres in Kraft tritt.

Die stellvertretende Ministerin für Künstliche Intelligenz, Anne Le Hénanff, erklärte, Frankreich sei das erste Land Europas, das ein sogenanntes digitales Volljährigkeitsalter festlege. Ähnliche Einschränkungen hatte zuvor Australien eingeführt, wo die Nutzung sozialer Netzwerke für Personen unter 16 Jahren verboten ist.

Macron begründete die Notwendigkeit des Verbots mit den negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf die Aufmerksamkeit, die Gesundheit und die Sicherheit Jugendlicher. Ihm zufolge müssten die Behörden jungen Menschen helfen, „erwachsen und vor allem – Bürger zu werden“, weshalb der Zugang zu sozialen Plattformen bis zum 15. Lebensjahr eingeschränkt werden müsse.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Mark das Patronatsfest in Hamburg geleitet und dort einen Priester ausgezeichnet hatte.

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