Kirchen warnten vor wachsendem Druck auf Christen im Heiligen Land

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa und der orthodoxe Patriarch Theophilos III. von Jerusalem. Foto: Kölner Stadtanzeiger

Kirchenvertreter im Heiligen Land schlagen erneut Alarm angesichts der Lage der christlichen Minderheit. Nach ihren Angaben sehen sich Christen in Jerusalem, im Westjordanland und im Gazastreifen verstärkt mit Anfeindungen und Unsicherheit konfrontiert. Zugleich setzt sich der Rückgang der christlichen Bevölkerung fort, da immer mehr Familien ihre Heimat verlassen. Darüber berichtete der Kölner Stadtanzeiger.

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, fordert seit Langem einen besseren Schutz der Christen und der heiligen Stätten. Gemeinsam mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Theophilos III. von Jerusalem besuchte er zuletzt die christliche Gemeinde im Gazastreifen, um den Gläubigen seine Solidarität zu zeigen. Auch andere Kirchenvertreter berichten von Übergriffen auf Geistliche und kirchliche Einrichtungen und mahnen zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen religiös motivierte Gewalt.

Gleichzeitig betonen die Kirchen, dass sie Unterstützung aus Teilen der israelischen Gesellschaft erhalten. Dennoch bleibt die Sorge um die Zukunft der christlichen Gemeinschaft im Heiligen Land groß. Die Kirchen appellieren an die politischen Verantwortlichen, die Religionsfreiheit wirksam zu schützen und den historischen christlichen Gemeinden eine sichere Bleibeperspektive zu ermöglichen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Porfirije an einem neuen Dokumentarfilm über den heiligen Sava mitgewirkt hatte.

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