EU-Parlament verabschiedete Resolutionen zu Christenverfolgung in Nigeria und Pakistan

Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments. Foto: Depositphotos

Am 9. Juli 2026 nahm das Europäische Parlament zwei Resolutionen an, in denen die Tötungen, Entführungen, Zwangsbekehrungen zum Islam und Zwangsehen verurteilt werden, deren Opfer Christen in Nigeria und Pakistan sind, meldet die ukrainische Redaktion der UOJ.

Die erste Resolution wurde nach dem Massenmord an Christen im nigerianischen Bundesstaat Plateau im Dorf Kawel verabschiedet. Infolge eines bewaffneten Überfalls starben Dutzende Menschen, viele wurden verletzt, und Häuser sowie das Eigentum der örtlichen Bewohner wurden zerstört. Das Dokument unterstützten 510 Abgeordnete, dagegen stimmte einer, weitere 86 enthielten sich.

Das Europaparlament rief die Behörden Nigerias dazu auf, eine unabhängige Untersuchung durchzuführen, die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen, den Schutz der Zivilbevölkerung zu verstärken und den Kampf gegen terroristische Gruppierungen, einschließlich Boko Haram, zu intensivieren. In der Resolution wird festgestellt, dass die Gewalt in den zentralen Regionen des Landes mit islamistischem Terror, ethnischen und religiösen Konflikten, Landstreitigkeiten sowie organisierter Kriminalität zusammenhängt.

Die zweite Resolution ist dem Schicksal der 13-jährigen pakistanischen Christin Maria Shahbaz gewidmet, die, nach vorliegenden Daten, entführt, zwangsweise zum Islam bekehrt und gezwungen wurde, eine Ehe mit dem Entführer einzugehen. Die Abgeordneten forderten, dem Mädchen juristische und psychologische Hilfe zukommen zu lassen sowie dessen Rückkehr in die Familie zu gewährleisten.

Außerdem rief das Europaparlament die Behörden Pakistans dazu auf, den Kampf gegen Kinderehen zu verstärken und die Anwendung der Blasphemiegesetze zu überprüfen. In der Resolution wird unterstrichen, dass derartige Normen nicht selten zur Druckausübung auf Vertreter religiöser Minderheiten, darunter Christen, eingesetzt werden.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Porfirije an einem neuen Dokumentarfilm über den heiligen Sava mitgewirkt hatte.

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Eine Resolution verurteilt das Massaker an Christen im nigerianischen Bundesstaat Plateau, die zweite fordert Hilfe für eine entführte und zwangsislamisierte 13-jährige Christin in Pakistan.