„Windtelefon“ auf deutschen Friedhöfen ermöglicht Gespräche mit Verstorbenen
Telefon auf dem Friedhof. Foto: DW Russian
Auf dem Friedhof der norddeutschen Stadt Elmshorn wurde eine Telefonzelle mit einem alten Wählscheibentelefon aufgestellt, die den Trauernden als Ort des stillen Gedenkens dienen soll. Das Telefon ist nicht an das öffentliche Netz angeschlossen. Besucher können den Hörer abnehmen und symbolisch mit verstorbenen Angehörigen sprechen. Die Friedhofsverwaltung ließ die Telefonzelle bewusst an einem ruhigen Ort errichten, um ungestörte Momente der Besinnung zu ermöglichen. Darüber berichtete DW Russian.
Nach Angaben des Friedhofsleiters fällt es manchen Menschen leichter, ihre Trauer in einem solchen Rahmen auszudrücken. Die Idee des sogenannten „Windtelefons“ entstand 2010 in Japan und verbreitete sich besonders nach der Tsunami-Katastrophe von 2011, als viele Hinterbliebene dort einen Ort fanden, um Abschied zu nehmen und ihre Verstorbenen in Gedanken anzusprechen.
Inzwischen gibt es auch an weiteren deutschen Friedhöfen ähnliche Einrichtungen, unter anderem in Kassel und Paderborn. Sie sollen Menschen in Zeiten der Trauer begleiten und einen geschützten Ort bieten, an dem Erinnerungen und unausgesprochene Worte ihren Platz finden.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein Patronatsfest sowie das 125-jährige Jubiläum der Kirche in Bad Kissingen gefeiert wurden.
Lesen Sie auch
Metropolit Johannes feierte Patronatsfest der Alexander-Newski-Kathedrale
Die Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa beging in Paris den Gedenktag des Großfürsten Alexander Newski.
Diakon Igor Willimowski: Gott erwartet den Einsatz unserer Talente
In einer Predigt zum Gleichnis von den anvertrauten Talenten erinnerte der Geistliche an die Verantwortung, die mit den von Gott empfangenen Gaben verbunden ist.
Patriarch Daniel: Das Kreuz vereint den Menschen mit Christus
Der rumänisch-orthodoxe Primas betonte zum Sonntag nach Kreuzerhöhung, dass Christus menschliches Leid in Hoffnung und geistlichen Sieg verwandeln könne.
Erzbischof Tichon predigte über die Verantwortung für Gottes Gaben
Der Geistliche der Russischen Orthodoxen Kirche rief in Berlin dazu auf, die eigenen Fähigkeiten im Dienst an anderen einzusetzen.
Die Orthodoxe Kirche feiert die Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin
Die Gläubigen begehen das erste der zwölf großen Feste des Kirchenjahres, das den Beginn der Verwirklichung des göttlichen Heilsplans für die Menschheit markiert.
Historiker Herbert Ammon beschäftigt sich mit Angriff auf Swjatohirsker Lawra
Der Publizist kritisiert die einseitige westliche Berichterstattung und das Ausblenden „störender Fakten“ beim Blick auf die Ukraine.