Kardinal Schönborn sprach sich für Weitergabe katholischer Kirchen an andere Konfessionen aus

Kardinal Schönborn. Foto: Vatican News

Der emeritierte Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, hat die Übergabe nicht mehr genutzter katholischer Kirchen an andere christliche Konfessionen als einen sinnvollen Weg bezeichnet. In einem Interview erklärte er, Kirchen sollten nach Möglichkeit weiterhin Orte des Gebets und des Gottesdienstes bleiben, anstatt profaniert oder für weltliche Zwecke umgenutzt zu werden. Während seiner Amtszeit wurden mehrere Kirchen in Wien an die koptisch-orthodoxe Kirche übergeben. Darüber berichtete Vatican News.

Schönborn betonte, dass der Erhalt eines Gotteshauses als christlicher Gebetsort wichtiger sei als ein möglicher wirtschaftlicher Gewinn. Gerade angesichts der wachsenden Zahl orientalischer Christen in Österreich sei es wichtig, diesen Gemeinden eine geistliche Heimat zu bieten. Nach seinen Worten habe sich dieses Modell in Wien bewährt und könne auch künftig fortgesetzt werden.

Mit besonderer Wertschätzung sprach der Kardinal über die koptisch-orthodoxe Kirche. Der tiefe Glaube und die Treue vieler koptischer Christen seien ein starkes Zeugnis, von dem auch andere Kirchen lernen könnten. Die gemeinsamen Grundlagen des christlichen Glaubens seien größer als die Unterschiede, die die Konfessionen bis heute voneinander trennen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass ein Patronatsfest sowie das 125-jährige Jubiläum der Kirche in Bad Kissingen gefeiert wurden.

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