Gericht in Pakistan gab den christlichen Eltern ihre von Muslimen entführte Tochter nicht zurück
Das Gebäude des Obersten Gerichtshofs in Lahore, Pakistan. Foto: Wikimedia Commons.
Am 15. Juli 2026 weigerte sich ein Gericht in Pakistan, den Eltern ein 18-jähriges christliches Mädchen zurückzugeben, das entführt und zum Islam bekehrt worden war, wie die ukrainische Redaktion der UOJ berichtete.
Das Mädchen war am 24. März aus der Näherei, in der sie arbeitete, entführt worden. Die Eltern meldeten ihr Verschwinden und wandten sich dann mit der Bitte an das Gericht, der Tochter die Rückkehr nach Hause zu gestatten.
In der Verhandlung sah die Familie das Mädchen zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten. Sie war muslimisch gekleidet und wurde von einer Muslimin sowie mehreren religiösen Amtsträgern begleitet. Mutter und Schwester durften nicht mit ihr sprechen.
Das Gericht wies die Bitte der Eltern um die Rückgabe ihrer Tochter zurück. Die Familie kann diese Entscheidung anfechten, doch der Ausgang des weiteren Verfahrens ist derzeit unbekannt.
Menschenrechtler stellen fest, dass in Pakistan regelmäßig Mädchen aus christlichen und hinduistischen Familien entführt, zwangsweise zum Islam bekehrt und mit Muslimen verheiratet werden. Nach BBC-Daten aus dem Jahr 2021 werden jährlich etwa tausend Mädchen aus religiösen Minderheiten Opfer solcher Verbrechen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das französische Parlament ein Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe verabschiedet hatte.
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