In den USA wird vorgeschlagen, die Geschichte des Genozids an Armeniern und Griechen in den Schulunterricht aufzunehmen
Illustration zum Gedenktag für die Opfer des Genozids an den Armeniern. Foto: defenceredefined
Im Kongress der USA wird ein Gesetzentwurf vorangetrieben, der die Schaffung eines landesweiten Bildungsprogramms zum Studium des Genozids an den Armeniern und anderen christlichen Völkern des Osmanischen Reiches vorsieht. Darüber berichtet die griechische Ausgabe der UOJ.
Die Initiative mit dem Namen Armenian Genocide Education Act sieht die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien unter der Schirmherrschaft der Library of Congress vor. Der Gesetzentwurf sieht außerdem die Bereitstellung von 10 Millionen US-Dollar innerhalb von fünf Jahren für die Ausarbeitung von Bildungsprogrammen, die Fortbildung von Lehrkräften, die Erstellung digitaler Ressourcen und die Aufnahme entsprechender Themen in die Lehrpläne der Schulen vor.
Wie das Armenian National Committee of America (ANCA) feststellt, betrifft das Dokument nicht nur den Genozid an den Armeniern, sondern auch die Massenverfolgungen anderer christlicher Völker des Osmanischen Reiches in den Jahren 1915 bis 1923. Insbesondere werden darin Griechen, Assyrer, Syrer, Aramäer, Maroniten und andere christliche Gemeinschaften erwähnt, die in jener Zeit gelitten haben.
ANCA betonte, dass die Annahme des Gesetzentwurfs ein wichtiger Schritt zur Bewahrung des historischen Gedächtnisses und zur Bekämpfung der Leugnung von Genoziden durch Bildung wäre. Die Organisation rief außerdem amerikanische Bürger dazu auf, sich an ihre Vertreter im Kongress zu wenden und sie um Unterstützung für die Initiative zu bitten.
Zuvor berichtete die UOJ, dass eine Gemeinde in Mississippi 22 neue Mitglieder in einer freudigen Feier taufte.
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