Church of England empfiehlt Auseinandersetzung mit Dokument palästinensischer Christen

Die Erzbischöfin von Canterbury, Dame Sarah Mullally, Rabbiner Charley Baginsky (Mitte) und Rabbiner Josh Levy. Foto: Jewish Telegraphic Agency

Die Generalsynode der Church of England hat beschlossen, Gemeinden zur Auseinandersetzung mit dem Dokument „Moment of Truth: Faith in a Time of Genocide“ (Kairos II) der palästinensischen Christen zu ermutigen. Das Papier bezeichnet den Militäreinsatz Israels im Gazastreifen als Völkermord und erhebt zudem schwere Vorwürfe gegen den Staat Israel. Nach Angaben der Synode werden diese Aussagen jedoch nicht als offizielle Lehre der Kirche übernommen, sondern sollen als Ausdruck der Erfahrungen palästinensischer Christen diskutiert werden. Darüber berichtete Jewish Telegraphic Agency.

Vor der Abstimmung hatten mehrere jüdische Organisationen sowie der Oberrabbiner des Vereinigten Königreichs, Sir Ephraim Mirvis, die Synodenmitglieder aufgefordert, den Vorschlag abzulehnen. Mirvis erklärte, das Dokument enthalte zahlreiche falsche Darstellungen und könne jahrzehntelange Bemühungen um den christlich-jüdischen Dialog gefährden. Auch der Vorstand der britischen Juden bezeichnete den Beschluss als problematisch.

Die Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, erklärte während der Debatte, die Kirche wolle sowohl das Leid der palästinensischen Christen ernst nehmen als auch den Sorgen der jüdischen Gemeinschaft Gehör schenken. Sie bekräftigte zugleich die Ablehnung des Antisemitismus sowie das Engagement der Church of England für die Sicherheit und Würde sowohl der Israelis als auch der Palästinenser.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass katholische Theologen die Kreuzigungsdarstellung von Wal „Timmy“ kritisiert hatten.

Lesen Sie auch

Metropolit Grigorije feierte die Göttliche Liturgie in Friedrichshafen

Originalgetreue Kopie der Athos-Ikone der Gottesmutter „Schnell Helfende“ verbleibt dauerhaft in der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde.

Protopresbyter Mile Veljanovski erhielt das Recht zum Tragen des Brustkreuzes

Metropolit Pimen von Europa überreichte dem Münchner Gemeindepfarrer die Auszeichnung der Mazedonischen Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid.

Christusfigur mit Maschinenpistolen auf Festival in Frankreich aufgestellt

Nach Protesten örtlicher Katholiken entfernten die Veranstalter des Festivals in Marseille die gotteslästerliche Christusfigur von der Straße.

Patriarch Daniel: „Das Kreuz ist das Zeichen der Liebe Christi zu uns“

Der Primas der Rumänisch-Orthodoxen Kirche erinnerte zum Fest der Kreuzerhöhung an die aufopfernde Liebe Christi und die geistliche Bedeutung des Heiligen Kreuzes.

Patriarch Daniil: „Die Kraft des Kreuzes stärkt uns in unserer Schwäche“

Zum Fest der Kreuzerhöhung rief der bulgarische Patriarch dazu auf, angesichts von Leid, Sünde und menschlicher Schwäche nicht zu verzweifeln.

Metropolit Nikolaj erinnerte an den 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September

ROKA-Ersthierarch feierte die Liturgie in New York und gedachte zum Fest der Enthauptung Johannes des Täufers auch der Opfer der Terroranschläge.