Generalversammlung der russischen Erzdiözese in Paris findet Anfang November statt
Metropolit Johannes von Dubna kündigte an, dass die Generalversammlung auch über Weihbischofswahlen beraten soll. Foto: Diözese
Die wegen der Hitzewelle in Frankreich verschobene ordentliche Generalversammlung der Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa findet am 6. und 7. November 2026 in der Alexander-Newski-Kathedrale in Paris statt. Dies teilte der Erzbischöfliche Rat auf der Webseite der Diözese mit. Die Delegiertenversammlung war ursprünglich für Ende Juni vorgesehen.
Die Generalversammlung beginnt am Freitag, 6. November, um 9 Uhr mit einem Moleben und endet am Samstag gegen 13.30 Uhr. Stimmberechtigt sind die bereits für den ursprünglichen Termin benannten Delegierten, wobei zwischenzeitliche Änderungen im Klerus berücksichtigt werden. Die Teilnahme an den Beratungen ist Voraussetzung für die Stimmabgabe. Die Erzdiözese veröffentlichte den neuen Termin frühzeitig, damit die Delegierten ihre Anreise und ihren Aufenthalt in Paris planen können.
Die Versammlung war Ende Juni kurzfristig auf Empfehlung der französischen Behörden und Verkehrsunternehmen wegen der außergewöhnlichen Hitzewelle verschoben worden. Damals hatte Metropolit Johannes von Dubna erklärt, dass größere Reisen und Versammlungen vermieden werden sollten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Beratungen über die Wahl neuer Weihbischöfe. Metropolit Johannes hatte bereits vor der Verschiebung erklärt, die Generalversammlung könne die Wahlen auch ohne die bislang ausstehende Zustimmung des Moskauer Patriarchats der Russischen Orthodoxen Kirche durchführen. Die Erzdiözese habe Moskau mehrfach um die kanonisch vorgesehene Bestätigung der Kandidaten gebeten, jedoch über einen längeren Zeitraum keine Antwort erhalten. Nach Auffassung des Metropoliten könne die Erzdiözese angesichts dieser ausbleibenden Reaktion die erforderlichen Wahlen dennoch vornehmen. Die Entscheidung gilt als richtungsweisend für die weitere Entwicklung der Erzdiözese innerhalb ihrer besonderen kirchenrechtlichen Struktur.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Köln die UOK und das Ökumenische Patriarchat gemeinsame Arbeitsgespräche führten.
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