Rumänische Kirche nimmt Ikone „Brennender Dornbusch“ in Kalender auf
Die Ikone der Muttergottes „Brennender Dornbusch“ befindet sich im Kloster des Heiligen Anthimos in Bukarest. Foto: Basilica.ro
Die Rumänische Orthodoxe Kirche hat die Ikone der Gottesmutter "Unverbrennbarer Dornbusch" in ihren liturgischen Kalender aufgenommen. Den entsprechenden Beschluss fassten die Hierarchen auf der Synodalversammlung vom 2. Juli 2026. Darüber berichtet Basilica.ro.
Als Tag der jährlichen Verehrung des Bildes wurde der 4. September festgelegt. Dieses Datum fällt mit dem kirchlichen Gedenken an den heiligen Propheten Mose zusammen, dessen Vision des brennenden Busches auf dem Berg Sinai die Grundlage für das ikonographische Sujet bildete.
Die besonders verehrte Ikone wird im Kloster des heiligen Anthimos in Bukarest aufbewahrt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bild von Mönchen aus Russland mitgebracht, und im Jahr 1929 ging die Ikone an den späteren Hieroschemamonach Daniil (Sandu Tudor). Archimandrit Antipa (Burghela) berichtete die Geschichte der wundersamen Errettung Tudors im Jahr 1941: Bei einem Anschlag feuerten die Übeltäter sechzehn Kugeln durch das Fenster seines Zimmers; er aber blieb unverletzt, da er einige Stunden zuvor unerwartet das Bett genau unter die Ikone umgestellt hatte.
Die Ikonographie des »Unverbrennbaren Dornbuschs« stellt die Jungfrau Maria im Zentrum eines achtzackigen Sterns dar, umgeben von Engeln und alttestamentlichen Vorbildern der Gottesmutter. Über Jahrhunderte hinweg verehren die Gläubigen dieses Bild als Schutz vor Bränden und Naturkatastrophen. In Rumänien wurde die Ikone auch zum Symbol des »urbanen Hesychasmus« – einer Bewegung, die Laien und Klerus dazu aufruft, das innere Gebet und das christliche Zeugnis inmitten der alltäglichen Sorgen der modernen Welt zu bewahren.
Hieroschemamonach Daniil Sandu Tudor verfasste zu Ehren des Bildes einen Akathistos, der das Hinstreben der Menschheit zu Gott zum Ausdruck bringt. Dem Beschluss der Synode zufolge hat das neue Fest nun offiziell Eingang in das rumänische Monatsbuch gefunden.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der georgische Parlamentspräsident EU-Angriffe auf die Kirche als „rote Linie“ bezeichnet hatte.
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