Erzpriester Matthias Zierenberg: „Christus kann uns nicht gegen unseren Willen retten“

Erzpriester Matthias Zierenberg während seiner Predigt in Limburg-Dietkirchen. Foto: Screenshot YouTube

Am fünften Sonntag nach Pfingsten (5. Juli 2026) hat Erzpriester Matthias Zierenberg von der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen in seiner Predigt über das Evangelium von der Heilung der zwei Besessenen (Mt 8,28–9,1) gesprochen. Er betonte, dass Christus den Menschen von Sünde und dämonischer Macht befreien wolle, diese Rettung jedoch die freie Zustimmung des Menschen voraussetze. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Erzpriester Matthias Zierenberg erläuterte, dass die Dämonen Christus sofort als den menschgewordenen Gott erkennen, während der Mensch aufgrund seiner sinnlichen Wahrnehmung oft nur das Sichtbare erfasse. Das Wunder von Gadara zeige zugleich die Macht Christi und die Ohnmacht der Dämonen. „Neutral gibt es nicht“, sagte der Geistliche. Der Mensch stehe stets vor der Entscheidung zwischen Gott und der Sünde.

Mit Blick auf das Evangelium erklärte der Geistliche, dass Christus die Dämonen zwar in die Schweine fahren lasse, um ihre Bosheit und ihre Abhängigkeit vom göttlichen Willen offenzulegen. Zugleich werde sichtbar, dass manche Menschen ihren Besitz höher schätzten als die Rettung eines Mitmenschen. Der Priester warnte besonders vor verborgenen Leidenschaften wie Habgier, Süchten und anderen Sünden, die den Menschen schleichend von Gott entfernten. „Gott will die Menschen retten von der Sünde“ und „Christus kann uns nicht gegen unseren Willen retten“, fasste er die zentrale Botschaft seiner Predigt zusammen.

Abschließend rief der Prediger dazu auf, Gottes Nähe im täglichen Gebet, in der Göttlichen Liturgie und in der Nächstenliebe zu suchen. Wer sich bewusst Christus zuwende, erfahre, dass „in der Nähe Gottes die Machtverhältnisse klar“ seien und die dämonischen Mächte ihre Herrschaft verlören.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Ex-Kulturstaatsministerin Monika Grütters dazu aufrief, nicht mehr Kirchen aufzugeben als nötig.

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