Türkische Beamte wegen Erpressung der Kirche von Konstantinopel verhaftet
Die griechisch-orthodoxe Kirche und die Panagia Ayia Dimitrios Profiti Ilia Schule in Istanbul. Foto: Sabah
Am 24. Juni 2026 ordnete ein Gericht in der Türkei die Verhaftung des Bürgermeisters des Istanbuler Bezirks Adalar sowie einer Reihe hochrangiger kommunaler Beamter in einem Korruptionsfall an, der mit Abgabenforderungen einer griechisch-orthodoxen Stiftung auf der Insel Büyükada zusammenhängt, meldet Daily Sabah.
Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft des anatolischen Teils Istanbuls. Nach Angaben der Untersuchung forderten Vertreter der Gemeinde Adalar, die von der oppositionellen Republikanischen Volkspartei der Türkei geführt wird, Geld für die Erteilung von Genehmigungen und die Durchführung administrativer Verfahren.
Wie die Staatsanwälte behaupten, erhielten die Beamten von Vertretern der orthodoxen Stiftung fast 3 Millionen türkische Lira – rund 65.000 Dollar. Dabei war die religiöse Einrichtung den Ermittlungen zufolge rechtlich von derartigen kommunalen Abgaben befreit.
In den Fallakten heißt es, dass der stellvertretende Bürgermeister Hüseyin Yılmaz Druck auf den Vertreter der Stiftung, Vasil Poridis, ausübte und Zahlungen für die Nutzungsgenehmigung des Gebäudes forderte. Die Ermittlungen berufen sich auch auf Aufzeichnungen von Gesprächen, in denen Yılmaz und Bürgermeister Ali Ercan Akpolat angeblich über den Gelderhalt sprachen.
In der Sache wurden 42 Personen festgenommen, darunter der Bürgermeister und zwei seiner Stellvertreter. Nach den Verhören ordnete das Gericht die Verhaftung von 35 Verdächtigen an, vier weitere wurden unter richterlicher Aufsicht entlassen. In den Untersuchungsmaterialien werden auch Fragen zu anderen religiösen Einrichtungen des Bezirks erwähnt, darunter die historische Theologische Schule von Chalki.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Selenskij mit der Schweiz die Wiederherstellung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale vereinbart habe.
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