Regierungskommission der Republika Srpska beriet neue Projekte für Hilandar

Das serbisch-orthodoxe Kloster Hilandar am Berg Athos zählt zu den wichtigsten geistlichen und kulturellen Zentren des serbischen Volkes. Foto: Sasha Sljukic/Wikipedia

Die Regierungskommission der Republika Srpska für das Kloster Hilandar hat bei ihrer Sitzung am 9. Juni 2026 neue Projekte zur Erhaltung und Förderung des geistlichen und kulturellen Erbes beschlossen. Darüber berichtete das Kloster am 10. Juni 2026 auf seiner Webseite.

In der Hauptstadt des bosnischen Gliedstaats Republika Srpska, Banja Luka, trat die Kommission zu ihrer turnusmäßigen Sitzung zusammen und verabschiedete einen Bericht über die bisherigen Aktivitäten. Zugleich wurden neue Vorhaben erörtert, die im Rahmen der staatlichen Unterstützung für das serbisch-orthodoxe Kloster auf dem Berg Athos umgesetzt werden sollen. Grundlage der Arbeit ist ein 2024 verabschiedetes Gesetz zum Schutz des kulturellen und historischen Erbes von Hilandar.

Im Mittelpunkt der künftigen Projekte steht die Restaurierung des Turms von König Milutin aus dem 14. Jahrhundert, eines der bedeutendsten Bauwerke des Klosters. Geplant sind umfassende Maßnahmen zur Sicherung, baulichen Vorbereitung und Rekonstruktion des historischen Gebäudes.

Darüber hinaus wird derzeit der Dokumentarfilm „Barmherzigkeit“ produziert, der die karitative und geistliche Hilfe der Hilandar-Bruderschaft für die Bevölkerung der Republika Srpska, insbesondere für Neugeborene und ihre Familien seit 1997, dokumentiert. Ergänzend ist eine Multimedia-Ausstellung unter dem Titel „Zavežljaj“ in Vorbereitung, die bislang wenig bekanntes fotografisches Material über das Leben im Kloster und auf dem Athos in der Zwischenkriegszeit zeigt.

Mit der geplanten Veranstaltungsreihe „Tage von Hilandar in der Republika Srpska“ sollen die unterstützten Projekte sowie ein umfangreiches geistliches, kulturelles und künstlerisches Programm der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Sitzung unterstreicht die fortgesetzte institutionelle Unterstützung für Hilandar als zentrales geistliches und kulturelles Erbe des serbischen Volkes.

Die UOJ berichtete zuvor, dass erstmals seit 40 Jahren in Norwegen wieder ein „Marsch für das Leben“ stattfand.

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