Heiligsprechung in Rumänien: Zwei Nonnen für ihr einfaches Leben geehrt
Ikonen der heiligen Filofteia (l.) und der heiligen Elisabeta von Pasărea, die für ihr Leben in Demut, Gebet und selbstloser Nächstenliebe verehrt werden. Foto: Patriarchat
Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche hat am 5. Juni 2026 im Kloster Pasărea (Kreis Ilfov) feierlich die lokale Verkündung der Heiligsprechung der ehrwürdigen Nonnen Filofteia und Elisabeta vorgenommen. Die Zeremonie fand im Anschluss an die Göttliche Liturgie statt, die von Erzbischof Nifon von Târgoviște gemeinsam mit mehreren Hierarchen geleitet wurde, wie das Patriarchat auf seiner Webseite mitteilte.
Im Rahmen der Zeremonie wurden die Synodal-Tomoi überreicht – sie bestätigen die Aufnahme beider Heiligen in das Synaxarion, die liturgischen Bücher sowie den Kalender der Kirche; ihre Gedenktage sind der 12. April (Filofteia) und der 5. Juni (Elisabeta).
In einer verlesenen Botschaft würdigte Patriarch Daniel das Leben der beiden Nonnen, die trotz unterschiedlicher Epochen durch ihre „aufrichtige und großzügige Liebe“ verbunden seien. Beide hätten in Demut, Armut und Selbsthingabe gelebt und seien durch ihr Beispiel sowie durch berichtete Wundertaten zu geistlichen Vorbildern geworden.
Heilige Filofteia von Pasărea: Filofteia wurde in Bukarest geboren und war die Mutter des späteren Hierarchen Calinic von Cernica. In jungen Jahren heiratete sie Antonie und lebte mit ihm im Bukarester Viertel Sfântul Visarion, wo sie vier Söhne im christlichen Glauben erzog. Nach dem Tod ihres Mannes trat sie in das Kloster Pasărea ein und führte dort ein Leben in Gehorsam, Gebet und Demut. Sie zeichnete sich durch Tugend und Nächstenliebe aus und verstarb am 8. November 1833. Bestattet wurde sie auf dem Friedhof des Klosters.
Heilige Elisabeta von Pasărea: Elisabeta wurde am 16. Juli 1970 als Rodica in Moldova-Sulița (Kreis Suceava) geboren. Mit 16 Jahren trat sie nach einer Pilgerreise in das Kloster Pasărea ein. 1996 wurde sie nach Jerusalem entsandt, wo sie als Kirchensängerin und im liturgischen Dienst wirkte; eine schwere Krankheit prägte in dieser Zeit ihr geistliches Leben. Nach ihrer Rückkehr lebte sie als Einsiedlerin in den Bergen von Giumalău und Neamț und widmete sich über Jahre hinweg Gebet und Askese. Sie verstarb am 5. Juni 2014 im Alter von 44 Jahren und wurde im Kloster Pasărea beigesetzt.
Die allgemeine Verkündung der Heiligsprechung hatte bereits am 6. Februar 2026 in der Patriarchalkathedrale in Bukarest stattgefunden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Martinos Petzolt vor religiösem Druck auf Kinder warnte.
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