Bibel TV besuchte griechisch-orthodoxe Gemeinde in Brühl
Moderatorin Jana Highholder im Gespräch mit Erzpriester Miron während ihres Besuchs in der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Brühl. Foto: Screenshot YouTube
Der Sender Bibel TV hat am 30. Mai 2026 eine neue Reportage auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht. Darin besucht Moderatorin Jana Highholder die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Brühl und geht der Frage nach, wie sich orthodoxes Christsein heute konkret gestaltet.
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht ein Besuch in einer griechisch-orthodoxen Kirche, wo die Moderatorin gemeinsam mit Erzpriester Miron zentrale Elemente des orthodoxen Glaubens erkundet. Bereits beim Betreten der Kirche fällt ihr die dichte Bildsprache mit zahlreichen Ikonen auf, die für Gläubige eine „Bibel in Bildern“ darstellen und eine wichtige Rolle in Liturgie und Glaubensvermittlung spielen.
Neben theologischen Erklärungen kommen auch Gemeindemitglieder zu Wort. Eine Gläubige beschreibt die Orthodoxie als spirituelle Heimat, die gerade jungen Menschen Orientierung und Tiefe bieten könne. Besonders hervorgehoben wird das sogenannte Jesusgebet, ein kurzes, meditatives Gebet, das mithilfe einer Knotenschnur im Alltag praktiziert wird und als zentraler Bestandteil persönlicher Frömmigkeit gilt.
Erzpriester Miron betont die Bedeutung von Tradition und Kontinuität innerhalb der orthodoxen Kirche. Die Liturgie sei über Jahrhunderte nahezu unverändert geblieben und Ausdruck eines bewahrten Glaubens. Gleichzeitig unterstreicht er, dass die Wahrheit im Christentum nicht in einer Lehre liege, sondern in der Person Jesu Christi. Unterschiede zu anderen Konfessionen – etwa bei der Darstellung Gottes in Ikonen oder bei liturgischen Formen – werden als unterschiedliche Zugänge zum gleichen Glauben verstanden.
Die Reportage thematisiert auch konkrete Unterschiede im kirchlichen Alltag, etwa die Möglichkeit verheirateter Priester, die besondere Symbolik von Gesten wie dem Kreuzzeichen oder die Rolle von Traditionen im Gottesdienst. Trotz mancher Fremdheitserfahrungen zieht die Moderatorin ein positives Fazit: Der Besuch habe den gemeinsamen christlichen Bezug deutlich gemacht und den Blick für andere Ausdrucksformen des Glaubens erweitert.
Der Sender Bibel TV ist ein überkonfessionell ausgerichteter christlicher Fernsehsender mit insgesamt eher konservativ-evangelikaler Prägung. Initiiert wurde er vom Verleger Norman Rentrop, dessen Stiftung bis heute Mehrheitsanteile hält. Neben ihr sind auch die evangelische und die katholische Kirche sowie weitere christliche Organisationen beteiligt. Der Sender mit Sitz in Hamburg verbreitet seit 2002 ein 24-Stunden-Programm über Satellit, Kabel und Internet.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der französische Präsident Macron das orthodoxe Kloster Cetinje besuchte.
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