Jordanville: ROKA-Kloster ruft zum Widerstand gegen Windpark auf

Das Dreifaltigkeitskloster in Jordanville sieht durch ein geplantes Windparkprojekt seine abgeschiedene Lage und spirituelle Atmosphäre bedroht. Foto: ROKA

Das Dreifaltigkeitskloster in Jordanville (USA) warnt vor massiven Auswirkungen eines geplanten Windparkprojekts in seiner unmittelbaren Umgebung und ruft Gläubige zum Handeln auf. Die Ostamerikanische Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) veröffentlichte am 3. Juni 2026 dazu eine Mitteilung auf ihrer Facebook-Seite.

Das zur ROKA gehörende Dreifaltigkeitskloster und Priesterseminar in Jordanville im Bundesstaat New York sieht seine Zukunft durch ein groß angelegtes Windenergieprojekt gefährdet. Wie aus einem Appell des Klosters hervorgeht, plant das Unternehmen Terra-Gen über seine Tochter Rolling Hills Wind den Bau eines Windparks mit bis zu 74 Anlagen und einer Leistung von rund 250 Megawatt in der Region.

Nach Angaben des Klosters befinden sich zahlreiche der geplanten Anlagen in unmittelbarer Nähe des historischen Geländes, das im National Register of Historic Places geführt wird. Die Mönchsgemeinschaft befürchtet eine erhebliche Beeinträchtigung der klösterlichen Stille durch Lärm, visuelle Eingriffe in die Landschaft sowie negative Folgen für Pilger, die dort geistlichen Rückzug suchen.

Zugleich warnt das Kloster vor ökologischen und sozialen Auswirkungen. Neben Risiken für Tierwelt und Zugvögel könnten auch benachbarte religiöse Gemeinschaften wie die Amischen betroffen sein. Kritisiert werden zudem gesundheitliche Belastungen durch Lärm und Vibrationen sowie wirtschaftliche Aspekte des Projekts.

In seinem Appell ruft Abt Bischof Lukas die Gläubigen zum Gebet sowie zu konkreten Schritten auf. Dazu zählen das Unterzeichnen einer Petition, Protestschreiben an politische Vertreter und die Information der Öffentlichkeit über das Vorhaben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der ehemalige Metropolit Tychikos mit der Polizei aus der Paphos-Metropolie verwiesen wurde.

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