„Der Tag der Herabkunft des Heiligen Geistes ist der Geburtstag der Kirche“

Pfingstliturgie mit Erzbischof Tichon in der Berliner Auferstehungskathedrale mit anschließenden knienden Gebeten. Foto: Diözese

Am Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (31. Mai 2026) hat Erzbischof Tichon von Rusa in Berlin die Göttliche Liturgie gefeiert. Im Zentrum stand die Predigt von Erzpriester Ilja Chirin über die Bedeutung und das Wirken des Heiligen Geistes. Darüber berichtete die deutsche Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche auf ihrer Webseite.

Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, zelebrierte die Göttliche Liturgie sowie die Große Vesper mit den traditionellen knienden Gebeten in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Bereits am Vorabend hatte er gemeinsam mit dem Klerus die festliche Vigil begangen.

Nach dem Kommunionsvers hielt Erzpriester Ilja Chirin die Predigt. Darin betonte er mit Blick auf das Pfingstereignis: „Der Tag der Herabkunft des Heiligen Geistes ist der Geburtstag der Kirche.“ Damit unterstrich er die zentrale Bedeutung des Heiligen Geistes für Ursprung und Leben der Kirche.

Der Geistliche erinnerte daran, dass die Herabkunft des Heiligen Geistes die Apostel verwandelte und zur weltweiten Verkündigung des Evangeliums führte. Die Kirche entstehe nicht durch äußere Strukturen, sondern durch die Gnade des Geistes, der die Gläubigen in Christus vereine und bis heute wirke.

Zugleich rief der Prediger dazu auf, das Wirken des Heiligen Geistes im eigenen Leben zu suchen. Die traditionellen knienden Gebete der Vesper verdeutlichten diese Haltung des demütigen Bittens um Reinigung, Erneuerung und geistliche Stärkung der Gläubigen.

Die UOJ berichtete zuvor über einen neuen Videobeitrag von Erzpriester Martinos Petzolt zum Thema Krieg, Wehrdienst, Friedensgebot und die Ambivalenz in der kirchlichen Lehre.

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