In Rumänien wurde eine Heilige aus der Oblast Czernowitz verherrlicht, die sowjetische Lager überlebte
Ikone der Heiligen Blandina (Gobjile) von Iasi. Foto: Facebook-Seite der Diözese Czernowitz
Am 17. Mai 2026 fand in Iași, in der Metropolitankathedrale der heiligen Paraskeva, die lokale Verherrlichung einer neuen Bekennerin der Rumänischen Orthodoxen Kirche statt – der ehrwürdigen Blandina (Gobdschilă) von Iași. Die später heiliggesprochene Blandina wurde auf dem Gebiet der heutigen Oblast Czernowitz geboren – im bessarabischen Dorf Hruschiwzi im Rajon Kelmenzi, berichten Gläubige der Diözese Czernowitz-Bukowina der Ukrainischen Orthodoxen Kirche auf Facebook.
Die heilige Blandina, mit weltlichem Namen Maria Gobdschilă, wurde am 24. Februar 1906 in der Familie des Priesters Sacharija Popowitsch geboren. Schon früh wuchs sie in einer kirchlichen Atmosphäre auf, nahm an Gottesdiensten teil und kannte die Liturgie nahezu auswendig. Später absolvierte sie ein Gymnasium und arbeitete als Lehrerin.
Die Tragödie begann in ihrem Leben nach dem Einmarsch der sowjetischen Macht in Bessarabien. Im Jahr 1941 wurde ihr Ehemann verhaftet, kurz darauf auch Blandina selbst. Die sowjetischen Behörden beschuldigten sie, nach Rumänien fliehen zu wollen, und erklärten sie zur „Volksfeindin“.
Die Bekennerin durchlief die Gefängnisse von Kasan und Swijaschsk, Lager sowie eine langjährige Verbannung nach Sibirien. Während der Haft litt sie schwer an Krankheiten, ertrug Hunger, Misshandlungen und Zwangsarbeit. Ihr Ehemann starb 1943 in der Gefangenschaft.
Trotz aller Leiden verlor Blandina ihren Glauben nicht. In den Lagern unterstützte sie andere Gefangene, betete gemeinsam mit Nonnen, half heimlich bei den Taufen von Kindern und pflegte Kranke. Zeitzeugen zufolge wiederholte sie ständig: „Alles liegt in Gottes Händen.“
Nach ihrer Freilassung im Jahr 1956 kehrte sie nach Rumänien zurück und ließ sich in Iași nieder, unweit der Kathedrale mit den Reliquien der heiligen Paraskeva. Selbst ihre eigenen Verwandten verlangten von ihr, dem Glauben abzuschwören, doch die Bekennerin antwortete standhaft: „Ich kann auf alles verzichten, aber nicht auf Gott.“
Ohne eigenes Zuhause und ohne Unterstützung ihrer Familie widmete Blandina ihr Leben dem Dienst an der Kirche. Sie lebte äußerst bescheiden, half in der Metropolitankathedrale, wusch Böden, schrieb geistliche Texte ab und tröstete Menschen, die zu ihr um Rat und Gebet kamen.
Die Heilige entschlief im Herrn am 24. Mai 1971. Im Jahr 2025 verherrlichte der Heilige Synod der Rumänischen Orthodoxen Kirche sie offiziell im Rang der Bekennerinnen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass eine KI ganze Absätze der Papst-Enzyklika schrieb, wie eine Untersuchung ergab.
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