Gericht verurteilte 52-Jährigen nach Brandstiftung in Kirche zu Haft
Dieses Bild zeigt das Symbol Justitia, der Göttin der Gerechtigkeit. Foto: Katholisch.de
Nach der Brandstiftung Anfang Februar in einer Kirche in Niederösterreich wurde ein 52-jähriger Pole zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Landesgericht Korneuburg entschied zudem, dass der Mann in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht werden soll, wie katholisch.de berichtete.
Nach den vorliegenden Angaben hatte der Verurteilte in der Stadtpfarrkirche von Bruck an der Leitha Feuer gelegt. Er legte demnach Zeitschriften sowie Gebets- und Gesangbücher in brennende Kerzen, stieß einen Kerzenständer um und verteilte Kerzenöl. Der Pfarrer und ein Passant versuchten zunächst vergeblich, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu löschen. Erst die Feuerwehr konnte den Brand nach rund dreistündigem Einsatz löschen. Der Schaden wird auf etwa 230.000 Euro beziffert.
Im Prozess sagte der Mann, er habe Hilfe und Wärme gesucht. Ein Gerichtsgutachter sprach laut Bericht von einer riskanten Verbindung von Alkoholsucht, Aggressivität und Depressionen und bewertete die Aussicht auf Besserung als sehr schlecht. Während der Verhandlung entschuldigte sich der Angeklagte beim Pfarrer, der daraufhin zur Anklagebank ging, ihm die Hand reichte und alles Gute sowie Gottes Segen wünschte.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Johannes X. zur Wahl zum neuen Patriarchen Georgiens Schio III. gratulierte.
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