Patriarch Daniel: ständige Nächstenliebe als christlicher Auftrag
Patriarch Daniel bei der Predigt zum Sonntag des Gelähmten: Aufruf zu tätiger Nächstenliebe und geistlicher Erneuerung.
In seiner Predigt zum Sonntag des Gelähmten (3. Mai 2026) hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel die Gläubigen zu unablässiger Nächstenliebe aufgerufen. Anhand der Heilung am Teich Bethesda hob er hervor, dass christliches Handeln nicht an Zeit gebunden sei, sondern jederzeit in konkreter Hilfe für Leidende sichtbar werden müsse, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Der Patriarch der Rumänisch-Orthodoxen Kirche erklärte, Jesus Christus lehre, „dass wir jederzeit Gutes tun müssen“ und insbesondere Kranken, Einsamen und Bedürftigen mit barmherziger Liebe begegnen sollen. Jede Tat der Güte sei zugleich ein Lobpreis Gottes, dessen Liebe durch helfende Menschen wirke.
Im Zentrum der Auslegung stand die Heilung des seit 38 Jahren leidenden Gelähmten. Dessen Schicksal sei geprägt gewesen von Geduld und Demut trotz anhaltender Krankheit und sozialer Isolation. Die Gleichgültigkeit der Umgebung bezeichnete der Patriarch als „spirituelle Wüste“, in der Egoismus die Menschlichkeit verdränge.
Zugleich verwies Patriarch Daniel auf den behutsamen Umgang Christi mit dem Geheilten: Erst die Heilung, dann die diskrete Mahnung zur Umkehr. Daraus leitete er einen möglichen Zusammenhang zwischen Leiden und innerer Erneuerung ab: Körperliches Leid könne zur Heilung der Seele und zur Vertiefung der Gottesbeziehung beitragen.
Abschließend deutete der Patriarch die Kirche als „neues Bethesda“, als Ort der Heilung durch die Gnade der Sakramente. Er rief zum Gebet auf, damit Christus das Leiden der Menschen in Hoffnung und Erlösung verwandle.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg in Limburg über Umkehr, freie Entscheidung und die Begegnung mit Christus predigte.
Lesen Sie auch
Jugendorganisation ATORG lädt zur Jahrestagung nach Köln ein
Anmeldungen für das Treffen der Vereinigung Junger Rumänisch-Orthodoxer Christen bis zum 25. September möglich.
„Seit 15 Jahren fließen die Liebesgaben wie ein Strom des Lebens“
Metropolit Serafim besuchte Begünstigte des Hilfsprojekts „Stipendien für arme Kinder" in der Region Moldau.
Kampf gegen Windpark: Trump-Regierung unterstützt das Kloster Jordanville
US-Landwirtschaftsministerium stellt sich hinter das Dreifaltigkeitskloster der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland.
Bedeutung der Gedanken im Mittelpunkt eines Vortrags über Altvater Thaddeus
Janis Tortora stellte bei der St.-Justin-Konferenz in Geilnau die Lehre des serbischen Geistlichen vor.
Premiers von Italien und Dänemark: Migranten müssen unser christliches Erbe respektieren
Meloni und Frederiksen erklärten, Migranten müssten die europäischen Werte und das christliche Erbe der Länder respektieren, in denen sie leben.
Baumeister: Mobilisierung von Priestern ist eine Erfindung der Ukraine
Der Philosoph Andrij Baumeister erklärte, die Mobilisierung von Priestern an die Front sei ein ukrainisches Know-how; solche Präzedenzfälle habe es weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg gegeben.