Die Kirche feiert den Sonntag der Myrrhetragenden Frauen

Ikone der Myrrhetragenden Frauen. Foto: aus öffentlichen Quellen

Am 26. April 2026, am zweiten Sonntag nach Ostern, feiert die orthodoxe Kirche das Gedenken an die heiligen Myrrhetragenden Frauen. An diesem Tag gedenkt die Kirche Maria Magdalena, Maria Kleopas, Salome, Johanna, Martha, Maria, Susanna und anderen frommen Frauen, von denen das Evangelium berichtet.

Diese Frauen folgten Christus während seiner Predigt unerschütterlich und dienten der ersten christlichen Gemeinde mit ihrem Vermögen. Als der Herr verraten und auf Golgatha gekreuzigt wurde, blieben diese Frauen, im Gegensatz zu den meisten Aposteln, die geflohen waren, am Fuße des Kreuzes und weinten und teilten somit das Leiden des Erlösers.

Am dritten Tag nach der Kreuzigung, früh am Sonntagmorgen, kamen die Frauen zum Grab Christi, um seinen Leib mit Myrrhe, bzw. duftendem Öl zu salben, wie es die Tradition verlangte. Als sie feststellten, dass der Stein weggerollt und die Höhle leer war, erhielten sie als Erste von einem Engel die Nachricht, dass der Erlöser auferstanden sei, und eilten, dies den Aposteln zu verkünden.

Einer der Myrrheträgerinnen, Maria Magdalena, erschien der auferstandene Herr als Erste. Der Überlieferung zufolge bezeugte sie die Auferstehung sogar vor dem römischen Kaiser Tiberius. Ihre Heldentat wird als Triumph des Glaubens des Herzens angesehen, der den menschlichen Verstand und die Angst besiegt hat.

In der kirchlichen Tradition gilt dieser Feiertag als orthodoxer Frauentag. Er erinnert die Gläubigen an Selbstlosigkeit und Liebe und ruft dazu auf, die Frauen zu schätzen, die sich um die Welt kümmern.

An diesem Tag ist es in den Kirchen üblich, allen nahestehenden Frauen – Müttern, Schwestern, Ehefrauen und Töchtern – zu gratulieren und ihnen Blumen zu schenken, um die Bedeutung ihrer Berufung im Christentum zu unterstreichen.

Das geistliche Vorbild der Myrrhetragenden Frauen dient den Gläubigen als Orientierung, um in Zeiten der Prüfung standhaft zu bleiben und der kanonischen Kirche treu zu bleiben.

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