Nach der Schändung des Kruzifix im Libanon hat Israel eine neues aufgestellt

Das neue Kreuz, das der christlichen Gemeinde im Libanon von der israelischen Armee (IDF) übergeben wurde. Foto: Tribune Chrétienne

Das neue Kreuz, das der christlichen Gemeinde im Libanon von der israelischen Armee (IDF) übergeben wurde. Foto: Tribune Chrétienne

Am 21. April 2026 übergab Israel der christlichen Gemeinde im Süden des Libanon ein neues Wegkreuz als Ersatz für das zerstörte, nachdem ein israelischer Soldat mit Hammerschlägen das Antlitz des Erlösers am Kreuz zerschlagen hatte, wie die die Tribune Chrétienne schreibt.

Der Soldat wurde während der Schändung des christlichen Kreuzes auf Video aufgenommen. Die Aufnahme verbreitete sich weitläufig in den sozialen Netzwerken und löste ein öffentliches Aufsehen aus. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die Figur des Erlösers vom Kreuz genommen und kopfüber gedreht wird, woraufhin mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf der Statue eingeschlagen wird. Der Vorfall löste heftige Reaktionen unter den Einheimischen und den christlichen Gemeinschaften der Region aus.

Die israelische Armee gab am 21. April bekannt, dass der Soldat bestraft wurde, der die Christus-Statue im christlichen Dorf Debel zerstört hatte. Der Soldat wurde zu 30 Tagen Arrest verurteilt und vom Kampfeinsatz suspendiert; eine ähnliche Strafe erhielt ein zweiter Soldat, der den Vorfall gefilmt hatte.

Die lokalen Behörden reagierten scharf auf den Vorfall. Der stellvertretende Bürgermeister von Debel, Maroun Nassif, bezeichnete das Geschehene als Angriff auf religiöse Werte und verurteilte die Schändung.

Gleichzeitig unternahm die israelische Seite einen symbolischen Schritt: Der christlichen Gemeinde wurde ein neues Kreuz als Ersatz für das zerstörte überreicht, und man bekundete die Bereitschaft, beim Wiederaufbau der beschädigten Kultstätte zu helfen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass auch in Griechenland auf das Geschehene reagiert wurde. Ieronymos II., Erzbischof von Athen und ganz Griechenland, verurteilte die Schändung der Statue des gekreuzigten Christus im Süden des Libanon, betonte die Unzulässigkeit von Gewalt gegen Heiligtümer und rief zum Frieden auf.

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