Hamburg: Ermittlungen gegen christliche YouTuber wurden ausgeweitet
Nun stehen beide Betreiber „Tino“ (li.) und „Niko“ des Kanals „Eternal Life“ im Fokus der Justiz.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt nun gegen zwei christliche YouTuber wegen eines Videos über islamischen Antisemitismus. Neben „Niko“ steht jetzt auch sein Kollege „Tino“ im Fokus der Behörden, wie das christliche Nachrichtenportal Idea am 21. April 2026 auf Instagram berichtete.
In Hamburg hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet: Neben dem bereits beschuldigten YouTuber „Niko“ wird inzwischen auch gegen dessen Kollegen „Tino“ vorgegangen. Beide betreiben gemeinsam den christlichen YouTube-Kanal „Eternal Life“, auf dem sie 2024 ein Video zum Thema islamischer Antisemitismus veröffentlicht hatten.
Den beiden wird vorgeworfen, in dem Beitrag den Tatbestand der „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ gemäß Paragraf 166 des Strafgesetzbuchs erfüllt zu haben. Hintergrund sind unter anderem scharfe und pauschale Aussagen über den Islam im Kontext von Kommentaren zu Demonstrationen nach dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023.
Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die laufenden Verfahren, äußerte sich jedoch nicht zu Details. Die Verteidigung hält die Vorwürfe für unbegründet und sieht die Aussagen durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Zudem sei das im Video behandelte Thema – islamischer Antisemitismus – auch Gegenstand öffentlicher Debatten durch staatliche Stellen.
Kritik kommt erneut von der Christlichen Polizeivereinigung. Sie warnt vor einem möglichen „zweierlei Maß“ bei der Bewertung von Religionskritik und sieht die Meinungsfreiheit in Gefahr. Die parallelen Verfahren gegen beide YouTuber würden eine unverhältnismäßige Belastung darstellen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues Buch veröffentlicht, das 180 verheiratete Heilige als Vorbilder eines geistlichen Lebens in der Ehe vorstellt.
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