Dänische Medien: Seltsam, aber bei uns haben Ukrainer und Russen gemeinsam Ostern gefeiert

Die Alexander-Newski-Kirche der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland in Dänemark. Foto: Politiken

Journalisten der dänischen Zeitung Politiken zeigten sich verwirrt über die Situation, in der Ukrainer und Russen gemeinsam Ostern in der Kirche der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland in Kopenhagen feierten.

In dem Artikel „Wenn sich die Türen der russischen Kirche in Kopenhagen öffnen, betritt als Erste eine Ukrainerin den Raum“ bezeichnete der Autor es als „Paradoxon“, dass Ukrainer und Russen unter Kriegsbedingungen gemeinsam kirchliche Feiertage begehen können.

„Das mag paradox erscheinen. Aber für viele Russen und Ukrainer in Dänemark ist es nichts Ungewöhnliches, in dieselbe Kirche zu gehen. So war es schon immer, solange auf der Brødgade in Kopenhagen die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kirche mit ihren goldenen Zwiebelkuppeln stand. Und so wird es auch sein, wenn Priester und Kirchenvorsteher Michail Suchanow am Samstagabend den Mitternachtsgottesdienst zu Ostern der orthodoxen Kirche beginnt“, heißt es im Text.

Der Autor schreibt, dass während des Gottesdienstes „Russen und Ukrainer dicht beieinander stehen, da der umfassende Krieg in der Ukraine bereits seit fünf Jahren andauert“.

Die Alexander-Newski-Kirche in Kopenhagen ist die älteste orthodoxe Gemeinde in Dänemark. Sie wurde 1883 erbaut. Von 1925 bis 1983 gehörte sie zum Patriarchat von Konstantinopel. Derzeit untersteht die Gemeinde der Jurisdiktion der Deutschen Eparchie der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA).

Zuvor hatte die UOJ die Predigt von Priester Konstantin Anikin über den Krieg als geistliche Armut mitgeteilt.

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