In Warschau nahmen Tausende Menschen am „Marsch für das Leben“ teil
Nationaler Marsch für das Leben in Warschau. Foto: PCh24.pl
Am 19. April 2026 nahmen Tausende Polen am Nationalen Marsch für das Leben teil, der durch die zentralen Straßen Warschaus führte. Nach Angaben des Portals PCh24.pl war diese Aktion eine landesweite Initiative zum Schutz ungeborener Kinder, der Familie und christlicher Werte.
Die Veranstaltung begann auf dem Schlossplatz nach feierlichen Gottesdiensten in den Kathedralen der Hauptstadt. Die Teilnehmer zogen durch die zentralen Straßen der Stadt über den Piłsudski-Platz und das Krakauer Vorstadtviertel. Im Bereich des Präsidentenpalastes schloss sich Staatschef Karol Nawrocki zusammen mit dem Priester Jarosław Wonsowicz dem Zug an.
„Tausende Menschen im Herzen Warschaus zeigen, wie wichtig Leben und Familie für Polen sind. Deshalb darf der polnische Präsident heute hier nicht fehlen“, erklärte Nawrocki und sprach den polnischen Familien seine Dankbarkeit für ihre Treue zu den Traditionen aus.
Das Motto des diesjährigen Marsches „Glaube und Treue 966–2026“ bezieht sich auf den 1060. Jahrestag der Taufe Polens, den das Land am 14. April begangen hat. Die Organisatoren vom St.-Benedikt-Fonds betonten, dass solche Aktionen notwendig seien, solange in Europa und weltweit grundlegende Menschenrechte in Frage gestellt würden: das Recht auf Leben, den Schutz der Familie und die Erziehung der Kinder gemäß den eigenen Überzeugungen.
Solche Demonstrationen mit Zehntausenden von Teilnehmern zur Verteidigung der christlichen Identität zeigen deutlich, wie sich die Gesellschaft angesichts des zunehmenden Drucks säkularer Ideologien um traditionelle Werte zusammenschließt. Die entschlossene Haltung der Bevölkerung und die Unterstützung der Kirche durch die Staatsführung sind ein wichtiges Beispiel für die Bewahrung der geistigen Grundlagen der Gesellschaft.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass orthodoxe Christen in Deutschland an einem Marsch zur Verteidigung des Lebens in München teilgenommen hatten.
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