Patriarch Daniil: Auferstehung verleiht dem menschlichen Leben Sinn

Patriarch Daniil während der Göttlichen Liturgie in der Auferstehungskirche in Sofia. Foto: Patriarchat
Bei einer patriarchalen Göttlichen Liturgie in der Auferstehungskirche im Sofioter Stadtteil Krasna Polyana hat der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil die zentrale Bedeutung der Auferstehung Christi für das menschliche Leben hervorgehoben. Im Mittelpunkt seiner Ansprache am Ostermontag (13. April 2026) stand die geistliche Deutung von Leiden, Hoffnung und Erlösung, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Der Mensch sei nach biblischem Zeugnis nicht für die Vergänglichkeit, sondern für das ewige Leben geschaffen, erklärte der Patriarch. Erst durch die Auferstehung Christi erhalte das menschliche Dasein seinen eigentlichen Sinn. Sie eröffne die Perspektive göttlicher Gerechtigkeit und der endgültigen Unterscheidung zwischen Gut und Böse, verbunden mit der Hoffnung auf eine gerechte Vergeltung der Taten.
Mit Blick auf das Leben Jesu betonte Patriarch Daniil, dass dessen Wahrheit und Reinheit den Menschen oft unerträglich erschienen seien und letztlich zu seiner Verurteilung geführt hätten. Entscheidend für die Verkündigung des Evangeliums sei jedoch die Erfahrung der Apostel gewesen: Erst die Begegnung mit dem auferstandenen Christus und die Gabe des Heiligen Geistes hätten ihnen Mut und Kraft verliehen, den Glauben standhaft zu bekennen.
Abschließend rief der Patriarch dazu auf, Schwierigkeiten als Teil des geistlichen Weges zu verstehen. Leiden könne den Glauben stärken und den Menschen zur inneren Erneuerung führen. Christen seien aufgerufen, im Vertrauen auf Gottes Gnade zu leben, ihre Seelen zu erneuern und in der österlichen Freude auszuharren – im Blick auf das verheißene ewige Leben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbisch-orthodoxe Gemeinde Köln Liturgie und Katechese auf Deutsch anbietet.
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