Fußwaschung am Gründonnerstag in London erinnerte an Christi Demut

Bischof Irenei bei der Fußwaschung am Gründonnerstag in der Londoner Kathedrale.

In der Kathedrale der Geburt der Mutter Gottes und der Heiligen Königlichen Märtyrer in London wurde am Gründonnerstag (9. April 2026) nach der Göttlichen Liturgie der Ritus der Fußwaschung vollzogen. Darüber berichtete die Diözese Großbritannien und Westeuropa der russischen Auslandskirche auf ihrer Webseite.

Im Rahmen der Feier wusch Bischof Irenei von London und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland den anwesenden Geistlichen die Füße. Der Ritus erinnert an die Handlung Christi vor seinem Leiden und gilt als sichtbares Zeichen von Demut und dienender Liebe innerhalb der Kirche.

Die Fußwaschung ist biblisch im Johannesevangelium verankert (Joh 13,1–15). Dort wäscht Jesus Christus seinen Jüngern beim Letzten Abendmahl die Füße und fordert sie auf, seinem Beispiel zu folgen. Die Kirche versteht diesen Akt als Ausdruck selbstloser Hingabe und als Hinweis auf das bevorstehende Opfer Christi am Kreuz.

In der orthodoxen Tradition wird die Fußwaschung am Gründonnerstag als liturgische Vergegenwärtigung dieses Evangeliumsereignisses begangen. Sie unterstreicht die geistliche Bedeutung des Tages, an dem neben der Einsetzung der Eucharistie auch die Haltung der Demut als zentraler Bestandteil christlichen Lebens hervorgehoben wird.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg das Evangelium von der Verkündigung Mariens als Ausdruck göttlicher Weisheit deutete.

Lesen Sie auch

Historiker Herbert Ammon beschäftigt sich mit Angriff auf Swjatohirsker Lawra

Der Publizist kritisiert die einseitige westliche Berichterstattung und das Ausblenden „störender Fakten“ beim Blick auf die Ukraine.

Bulgarien erreichte Ausschluss von Patriarch Kyrill aus EU-Sanktionspaket

Der bulgarische Ministerpräsident teilte mit, dass die EU der Forderung Sofias nachgekommen sei, das Oberhaupt der ROK aus dem 21. Sanktionspaket gegen Russland herauszunehmen.

Abt Johannes: Christsein bedeutet, in Treue und Liebe mit Gott verbunden zu sein

Der Vorsteher des Klosters Buchhagen sprach über die Überwindung des Eigenwillens, die geistliche Bedeutung des Kreuzes und den Übergang vom irdischen zum ewigen Leben.

Neue orthodoxe Kirchengemeinde in Salzburg gegründet

Metropolit Pimen von Europa der Mazedonischen Orthodoxen Kirche – Erzbistum Ohrid erteilte den Segen zur Gründung der Gemeinde „Heiliger Erzengel Michael“.

Freundschaftspokal brachte zehn rumänisch-orthodoxe Mannschaften zusammen

Vierte Auflage des Fußballturniers in Schwabach stärkte Gemeinschaft und Begegnung zwischen Familien, Kindern und Jugendlichen aus Nordbayern.

In Tschechien wurde eine regenbogenfarbene Glasskulptur Christi aufgestellt

In der ehemaligen katholischen Kirche von Všekary in der Region Pilsen wurde eine mehr als zwei Meter hohe regenbogenfarbene Skulptur Jesu Christi aufgestellt.