Interreligiöse Aktion gegen Vandalismus: Graffiti an Kirche in Wien entfernt
Freiwillige und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften reinigen gemeinsam die Keplerkirche in Wien-Favoriten von Graffiti-Schmierereien.
Nach Graffiti-Schmierereien an der Keplerkirche in Wien-Favoriten haben Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften, Politik und freiwillige Helfer gemeinsam die Kirchenmauern gereinigt und damit ein Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt gesetzt. Darüber berichtete die Webseite meinbezirk.at am 2. April 2026.
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johann Evangelist am Keplerplatz war im Dezember Ziel von Graffiti-Schmierereien geworden. Eine erste Schmiererei wurde bereits im Januar symbolisch übermalt, die vollständige Reinigung musste jedoch wetterbedingt verschoben werden. Kurz vor Ostern konnte die Kirche nun vollständig von den Schmierereien befreit werden.
An der Reinigungsaktion beteiligten sich Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften, darunter auch Jugendliche der Bahá’í-Gemeinde sowie der erste Imam von Wien, Emir Sehic. Gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern griffen sie zu Farbe und Pinsel, um ein sichtbares Zeichen gegen Vandalismus und für ein respektvolles Miteinander zu setzen. Pfarrer Matthias Felber sprach von einer besonderen Aktion und betonte, viele Beteiligte würden die Kirche als Teil ihres eigenen Lebensraums verstehen.
Auch der Bezirksvorsteher von Favoriten, Marcus Franz, würdigte die Aktion als starkes Zeichen des Zusammenhalts im Bezirk. Gerade in Zeiten internationaler Spannungen sei es wichtig, gemeinsame Werte zu betonen und religiöse Orte als Orte der Hoffnung und Begegnung zu schützen.
Unterdessen laufen die polizeilichen Ermittlungen wegen schwerer Sachbeschädigung gegen unbekannte Täter weiter. Die Polizei teilte mit, dass der Bereich rund um die Keplerkirche regelmäßig kontrolliert werde und sensible Einrichtungen wie Kirchen verstärkt im Fokus der Streifentätigkeit stünden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Österreich die jüngste serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde gegründet wurde.
Lesen Sie auch
Ex-Kulturstaatsministerin Grütters: „Nicht mehr Kirchen aufgeben als nötig“
CDU-Politikerin warb für sorgfältigen Umgang mit nicht mehr liturgisch genutzten Gotteshäusern und warnte vor rein wirtschaftlichen Entscheidungen
Patriarch Daniil warnte vor den zerstörerischen Folgen der Sünde
Bulgarisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt rief in seiner Predigt am fünften Sonntag nach Pfingsten zur Umkehr und zur Reinigung des Herzens auf
Nürnberger Gemeinde gedachte am Vidovdan der serbischen Kriegstoten
Wallfahrt nach Jindřichovice führte zum zweitgrößten serbischen Soldatenfriedhof außerhalb Serbiens
Patriarch Daniel: Christliche Familie ist Segen für Kirche und Gesellschaft
Botschaft an den Kongress der rumänisch-orthodoxen Bischöfe in Kanada hob die Bedeutung von Familie, Frauen und kirchlicher Begleitung hervor
Vidovdan-Akademie erinnerte in München an Fürst Lazar und den Kosovo-Bund
Serbisch-orthodoxe Gemeinde Heiliger Johannes Wladimir beging den Vidovdan mit Gottesdienst, Predigt sowie einem geistlich-kulturellen Programm zum Gedenken an den heiligen Großmärtyrer Fürst Lazar
Gemeinden feierten Patrozinium des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco
Metropolit Mark und Bischof Hiob leiteten die Festgottesdienste der ROKA in Augsburg und Heilbronn