Bulgarisch-orthodoxe Kirche erwirbt Kirchenzentrum in Leipzig

Das neue Kirchenzentrum der bulgarisch-orthodoxen Gemeinde St. Barbara bei Leipzig soll Gotteshaus und Kirchenschule vereinen.
Die Bulgarisch-Orthodoxe Diözese für West- und Mitteleuropa erhält staatliche Mittel für den Erwerb eines Kirchenzentrums für die Gemeinde „St. Barbara“ in Leipzig. Die Regierung der Republik Bulgarien stellte für das Jahr 2026 insgesamt 713.412 Euro für Investitionsausgaben bereit, mit denen eine Kirche sowie ein angrenzendes Gebäude für eine kirchliche Schule erworben werden sollen, wie das Patriarchat am. 2. April 2026 auf seiner Webseite mitteilte.
Das Projekt hat nach Angaben der Diözese eine hohe geistliche, kulturelle und nationale Bedeutung. Ziel ist die Errichtung eines dauerhaften geistlichen Zentrums für die in den östlichen Bundesländern Deutschlands lebenden Bulgaren. Ein eigenes Gotteshaus soll regelmäßige Gottesdienste, Sonntagsschule sowie kulturelle und pädagogische Aktivitäten ermöglichen und zur Bewahrung der bulgarischen Identität und des orthodoxen Glaubens beitragen.
Die Gemeinde St. Barbara, die bereits ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert hat, nutzte bislang einmal wöchentlich Kirchen anderer Konfessionen. Aufgrund des wachsenden Bedarfs an regelmäßigen Gottesdiensten und Gemeindearbeit gehörte der Erwerb eines eigenen Gotteshauses zu den wichtigsten Zielen der Diözese. Die Diözesanleitung betont, dass neben den Gottesdiensten besonders die Arbeit mit Kindern Priorität habe, insbesondere durch Sonntagsschulen, kulturelle Veranstaltungen und Bildungsangebote für junge Gemeindemitglieder.
Das Kirchengrundstück befindet sich in Eltertrebnitz bei Leipzig und umfasst rund 2250 Quadratmeter mit zwei Gebäuden und einem großen Hof. In der geplanten kirchlichen Schule sollen unter anderem Ferienlager für Kinder der Diözese stattfinden, in denen sie Grundlagen des orthodoxen Glaubens sowie christliche Werte und Moral kennenlernen und vertiefen können.
Die Sanierung der Gebäude soll nach den geltenden Energieeffizienzstandards erfolgen und in Abstimmung mit dem Denkmalschutz durchgeführt werden, da es sich bei der Kirche um ein Kulturdenkmal handelt. Der Kauf der Immobilie wird vollständig aus Mitteln des bulgarischen Staates finanziert.
Die Diözesanleitung dankte in diesem Zusammenhang dem Ministerpräsidenten und dem Ministerrat der Republik Bulgarien für die Unterstützung, die als Ausdruck der Fürsorge für die im Ausland lebenden Bulgaren und ihrer kirchlichen und kulturellen Identität gewertet wird.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse um Unterstützung für das Projekt der Online-Seelsorge bat.
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