Kreuzverehrung in Düsseldorf: Metropolit Grigorije rief zur Selbsthingabe auf

Metropolit Grigorije während der Göttlichen Liturgie am Kreuzverehrungssonntag in Düsseldorf.

Am dritten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem Kreuzverehrungssonntag (15. März 2026), hat der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije in Düsseldorf die Göttliche Liturgie gefeiert und in seiner Predigt zur Nachfolge Christi, zur Selbstverleugnung und zur Liebe zum Nächsten aufgerufen, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

In der Kathedralkirche des Heiligen Sava in Düsseldorf stand die Feier unter der Leitung des orthodoxen Erzbischofs von Düsseldorf und Berlin sowie Metropoliten von Deutschland, Grigorije. Mit ihm konzelebrierten mehrere Geistliche, darunter Erzpriester-Stavrophor Nebojša Rakić sowie die Priester Aleksandar Sekulić und Saša Vračević.

In seiner Predigt ging Metropolit Grigorije auf das Evangelium ein, das zur Selbstverleugnung und zum Tragen des eigenen Kreuzes aufruft. Diese Worte seien für viele Menschen schwer anzunehmen, da sie der Logik der Welt widersprächen. Dennoch bedeute das Tragen des Kreuzes, sich den eigenen Herausforderungen und Leiden verantwortungsvoll zu stellen.

Der Metropolit betonte, dass wahres Leben nicht im Festhalten an sich selbst liege, sondern im Geben und in der Liebe zum Nächsten. Wer sein Leben egoistisch bewahren wolle, verliere es letztlich, während echte Erfüllung durch Hingabe und Offenheit entstehe. Gerade in Zeiten von Kriegen und Konflikten gewinne diese Botschaft besondere Aktualität, da der Wert des Lebens nicht an äußeren Erfolgen, sondern an der Sorge um die eigene Seele gemessen werde.

Abschließend hob der Geistliche die Bedeutung von Reue und Umkehr hervor. Christsein bedeute, den Mitmenschen in den Mittelpunkt zu stellen, Leidenden beizustehen und sich nicht vom Kreuz Christi abzuwenden. Als Beispiel nannte er die selbstlose Liebe von Müttern. Das Tragen des eigenen Kreuzes verwirkliche sich vor allem darin, anderen in schweren Zeiten beizustehen und so am Leben in Christus teilzuhaben (vgl. Mk 8,34 -9,1).

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Wallfahrt orthodoxer Gemeinden ins Kloster Wiblingen bei Ulm zur Verehrung der Kreuzreliquie zahlreiche Gläubige anzog.

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