Priester Matthias Fröse: „Das Kreuz ist Quelle von Hoffnung und neuem Leben“

Priester Matthias Fröse predigte in Meisenheim.

Priester Matthias Fröse predigte in Meisenheim.

Am Sonntag der Kreuzverehrung, dem 15. März 2026, sprach Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz in der Außenstelle Meisenheim über die geistliche Bedeutung des Kreuzes als Quelle von Hoffnung, Kraft und neuem Leben mitten auf dem Weg der Großen Fastenzeit. Die Predigt wurde auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde veröffentlicht.

Im Zentrum der Ausführungen stand das Bild der Fastenzeit als geistliche Reise, die zwar zur Umkehr und Vertiefung des Glaubens führt, zugleich aber auch Anstrengung und Herausforderungen mit sich bringt. Das Kreuz erscheine dabei wie ein Ort der Stärkung, vergleichbar mit einer Quelle oder einem schattenspendenden Baum für einen Wanderer. Die Kirche stelle es bewusst in die Mitte der Fastenzeit, um den Gläubigen neue Kraft für den weiteren Weg zu schenken.

Ausgehend von den Lesungen des Tages (vgl. Mk 8,34 -9,1) erläuterte Priester Matthias Fröse die Bedeutung Christi als Hohepriester, der sich selbst als Opfer darbringt. Das Kreuz sei daher nicht nur Zeichen des Leidens, sondern zugleich Ort der Erlösung und Ausdruck der Nähe Gottes zum Menschen. Christus kenne menschliche Schwächen aus eigener Erfahrung und eröffne den Gläubigen den Zugang zur göttlichen Barmherzigkeit.

Mit Blick auf das Evangelium hob der Geistliche hervor, dass das Kreuz untrennbar zur Nachfolge Christi gehöre. Es bedeute nicht nur das Tragen von Leid, sondern vor allem die bewusste Ausrichtung des eigenen Lebens auf Gott. Wer sein Leben loslasse und Gott anvertraue, finde das wahre Leben. In diesem Sinne sei das Kreuz nicht Zeichen der Niederlage, sondern des Sieges über Sünde und Tod sowie Beginn neuen Lebens.



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