Kardinal aus Teheran ausgeflogen – Israel tötete Priester im Libanon

Kardinal Dominique Mathieu, Erzbischof von Teheran-Isfahan. Foto: KNA

Die jüngsten Luftangriffe im Nahen Osten haben auch kirchliche Würdenträger betroffen. Der römisch-katholische Erzbischof von Teheran wurde nach tagelangem Kontaktabbruch aus dem Iran ausgeflogen, während im Südlibanon ein Priester bei einem mutmaßlich israelischen Angriff ums Leben kam, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel am 10. März 2026 berichtete.

Der römisch-katholische Erzbischof von Teheran-Isfahan, Kardinal Dominique Mathieu, ist angesichts der militärischen Eskalation im Nahen Osten aus dem Iran nach Rom ausgeflogen worden. Wie der belgische Pressedienst Cathobel berichtete, verließ der 62-jährige Belgier das Land gemeinsam mit Mitarbeitern der italienischen Botschaft. Seit Beginn der amerikanischen und israelischen Luftangriffe war der Kontakt zu ihm zeitweise abgebrochen.

Kardinal Mathieu steht seit 2021 an der Spitze des Erzbistums Teheran-Isfahan und wurde 2024 zum Kardinal erhoben. Der Franziskaner ist zugleich der einzige Priester seiner lateinischen Ortskirche im Iran. In der Islamischen Republik leben schätzungsweise rund 20.000 Christen, darunter etwa 3500 Katholiken verschiedener orientalischer Kirchen sowie der lateinischen Kirche.

Papst Leo XIV. äußerte unterdessen sein tiefes Mitgefühl mit den Opfern der jüngsten Bombardierungen im Nahen Osten. Der Vatikan erklärte, das Kirchenoberhaupt bete besonders für die vielen unschuldigen Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, und hoffe auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten.

Besonders erwähnte der Heilige Stuhl den libanesischen Priester Pierre Raï aus der katholisch-unierten maronitischen Kirche, der nach Angaben aus dem Libanon bei einem israelischen Angriff auf das christliche Dorf Klajaa im Süden des Landes getötet wurde. Laut Bürgermeister Hana Daher sei zunächst ein Haus getroffen worden. Als der Priester gemeinsam mit anderen Helfern zu den Bewohnern eilte, sei das Gebäude erneut bombardiert worden, wobei Raï ums Leben kam.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei von London über den Unterschied zwischen weltlichem und geistlichem Frieden predigte. 


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