„Den Triumph der Orthodoxie feiern und den Sieg des wahren Glaubens verkünden“

Feierliche Prozession mit Ikonen und Reliquien am orthodoxen Sonntag vor der Patriarchalkathedrale „St. Alexander Newski“ in Sofia. Foto: Patriarchat

Am ersten Sonntag der Großen Fastenzeit hat der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil in der Patriarchalkathedrale „St. Alexander Newski“ die feierliche Göttliche Liturgie zum Triumph der Orthodoxie zelebriert. In seiner Predigt erinnerte er an die Verteidiger der heiligen Ikonen, die Schläge und Verbannung erlitten und teils ihr Leben für den Glauben hingegeben hätten, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Der Feiertag geht auf die Jahre 842/843 zurück und markiert das Ende des byzantinischen Bilderstreits sowie die endgültige Bestätigung der Ikonenverehrung nach dem Siebten Ökumenischen Konzil. Patriarch Daniil betonte, das Fest sei nicht nur historisches Gedenken, sondern ein aktuelles Zeugnis für die Wahrheit des orthodoxen Glaubens und ein Aufruf zu geistlicher Wachsamkeit in der Gegenwart.

Vor Beginn des Gottesdienstes unterstrich das Oberhaupt der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche die theologische Begründung der Ikonenverehrung. Mit Blick auf die Menschwerdung Christi zitierte er das Wort Jesu: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ Zugleich verwies er auf reformatorische Entwicklungen und kritisierte das Fehlen der Ikonenverehrung in protestantischen Kirchen.

An der Liturgie konzelebrierten mehrere Bischöfe und Geistliche des Heiligen Synods. Nach dem Gottesdienst leitete Patriarch Daniil einen besonderen Gebetsgottesdienst, dem sich eine feierliche Prozession mit heiligen Reliquien, Ikonen und Bannern um die Kathedrale anschloss.

Die UOJ berichtete zuvor über das 20. Panorthodoxe Chortreffen orthodoxer Gemeinden in München.

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